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Der Meisterkoch vom Bahnhof Zoo
Die Jury der Berlin-Partner zeichnet Roel Lintermans vom "Les Solistes by Pierre Gagnaire" zum "Berliner Meisterkoch 2014" aus

Mancher Koch hat es nicht leicht, sich ein eigenes Profil zuzulegen und damit auch bekannt zu werden. So mag es Roel Lintermans gehen, dem Küchenchef im „Les Solistes“ in Berlin – denn er arbeitet dort als Statthalter des berühmten Pariser Küchenchefs Pierre Gagnaire. Doch Lintermans hat trotzdem nur ein gutes Jahr gebraucht, um sich auf dem umkämpften Berliner Markt einen eigenen Namen zu machen; inzwischen raunen viele, die Solistes-Küche sei durchaus besser, wenn Lintermans selbst kocht und nicht, was manchmal vorkommt, seinem Herrn und Meister den Vortritt am Herd lässt.

Nun wurde Roel Lintermans von der Jury der Berlin-Partner zum „Berliner Meisterkoch 2014“ gewählt, und das gegen hochkarätige Konkurrenz. Er sei „wahrhaft in Berlin angekommen“, heißt es in der Laudatio, die der Juryvorsitzende Stefan Elfenbein am Mittwoch der Presse vorstellte, „gekonnt, kunstvoll und ausgesprochen mutig kombiniert er intensivste Aromen und ungewohnte Texturen.“ Das Restaurant im Hotel Waldorf-Astoria am Zoo ist seit dem vergangenen Herbst mit einem Michelin-Stern und 16 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet. Lintermans hatte vor seinem Wechsel nach Berlin für Gagnaire das Londoner „Sketch“ geleitet. „Der Titel ‚Berliner Meisterkoch‘ bedeutet mir sehr viel, vor allem“, sagte Lintermans, „weil ich in Berlin eine zweite Heimat gefunden habe.“

Zum „Aufsteiger des Jahres“ wählte die Jury Marcus Zimmer vom neu eröffneten Restaurant im Hotel am Steinplatz. Er wird gelobt für seine Konsequenz im Umgang mit deutscher und Berliner Küche. Dies zeige, „dass Berlins neue Genussgeneration auch mit Stolz mit den eigenen kulinarischen Wurzeln umgehen kann“.

Die Auszeichnung für den „Brandenburger Meisterkoch“ geht diesmal wieder nach Potsdam, und zwar an Carsten Rettschlag, schon länger Küchenchef, nun aber auch Besitzer des „Juliette“ in der Altstadt. Er habe durch sein Spiel mit besten lokalen Produkten eine eigene Handschrift ausgearbeitet, die seine Küche unverkennbar mache, hieß es.

„Berliner Szenerestaurant“ des Jahres wurde das „The Grand“ in der Nähe des Alexanderplatzes, das sich laut Laudatio jeden Tag vom Ort für den Business-Lunch bis zum ausgelassenen Club mit Bar wandele und mit der dennoch unverkennbaren Küchenhandschrift von Tilo Roth beeindrucke.

Außerdem vergab die Jury wie jedes Jahr den Titel „Berliner Gastgeber“, der an Peter Frühsammer ging, einen guten alten Bekannten, der schon in den 80er Jahren als Sternekoch erfolgreich war und nun die Gerichte seiner Frau Sonja an den Gast bringt. „Man fühlt sich als Gast schlichtweg an die Hand genommen“, urteilte Jury-Leiter Elfenbein.

Fehlt noch was? Tim Raue, natürlich. Der einzige international bekannte Berliner Küchenchef ist der „gastronomische Innovator“ des Jahres, ein Titel, den die Jury noch über den „Meisterkoch“ stellt. Raue, im Moment Herr über drei Restaurants, trat dem möglichen Eindruck entgegen, dies sei eine Art Lebenswerk-Auszeichnung. Er möchte, so kündigte er an, bis 2018 jedes Jahr in der Stadt ein weiteres Restaurant eröffnen, und immer eine Nische besetzen. „Tim Raue“ in Kreuzberg, „Sra Bua“ im Adlon und das „Soupe populaire“ in der Bötzow-Brauerei laufen bestens, die Weddinger „Factory“ soll im November kommen. Das nächste könnte schlicht und echt kantonesisch sein.
Der Meisterkoch vom Bahnhof Zoo
Die Jury der Berlin-Partner zeichnet Roel Lintermans vom "Les Solistes by Pierre Gagnaire" zum "Berliner Meisterkoch 2014" aus

Mancher Koch hat es nicht leicht, sich ein eigenes Profil zuzulegen und damit auch bekannt zu werden.
Die Jury der Berlin-Partner zeichnet Roel Lintermans vom "Les Solistes by Pierre Gagnaire" zum "Berliner Meisterkoch 2014" aus

Mancher Koch hat es nicht leicht, sich ein eigenes Profil zuzulegen und damit auch bekannt zu werden. So mag es Roel Lintermans gehen, dem Küchenchef im „Les Solistes“ in Berlin – denn er arbeitet dort als Statthalter des berühmten Pariser Küchenchefs Pierre Gagnaire. Doch Lintermans hat trotzdem nur ein gutes Jahr gebraucht, um sich auf dem umkämpften Berliner Markt einen eigenen Namen zu machen; inzwischen raunen viele, die Solistes-Küche sei durchaus besser, wenn Lintermans selbst kocht und nicht, was manchmal vorkommt, seinem Herrn und Meister den Vortritt am Herd lässt.

Nun wurde Roel Lintermans von der Jury der Berlin-Partner zum „Berliner Meisterkoch 2014“ gewählt, und das gegen hochkarätige Konkurrenz. Er sei „wahrhaft in Berlin angekommen“, heißt es in der Laudatio, die der Juryvorsitzende Stefan Elfenbein am Mittwoch der Presse vorstellte, „gekonnt, kunstvoll und ausgesprochen mutig kombiniert er intensivste Aromen und ungewohnte Texturen.“ Das Restaurant im Hotel Waldorf-Astoria am Zoo ist seit dem vergangenen Herbst mit einem Michelin-Stern und 16 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet. Lintermans hatte vor seinem Wechsel nach Berlin für Gagnaire das Londoner „Sketch“ geleitet. „Der Titel ‚Berliner Meisterkoch‘ bedeutet mir sehr viel, vor allem“, sagte Lintermans, „weil ich in Berlin eine zweite Heimat gefunden habe.“

Zum „Aufsteiger des Jahres“ wählte die Jury Marcus Zimmer vom neu eröffneten Restaurant im Hotel am Steinplatz. Er wird gelobt für seine Konsequenz im Umgang mit deutscher und Berliner Küche. Dies zeige, „dass Berlins neue Genussgeneration auch mit Stolz mit den eigenen kulinarischen Wurzeln umgehen kann“.

Die Auszeichnung für den „Brandenburger Meisterkoch“ geht diesmal wieder nach Potsdam, und zwar an Carsten Rettschlag, schon länger Küchenchef, nun aber auch Besitzer des „Juliette“ in der Altstadt. Er habe durch sein Spiel mit besten lokalen Produkten eine eigene Handschrift ausgearbeitet, die seine Küche unverkennbar mache, hieß es.

„Berliner Szenerestaurant“ des Jahres wurde das „The Grand“ in der Nähe des Alexanderplatzes, das sich laut Laudatio jeden Tag vom Ort für den Business-Lunch bis zum ausgelassenen Club mit Bar wandele und mit der dennoch unverkennbaren Küchenhandschrift von Tilo Roth beeindrucke.

Außerdem vergab die Jury wie jedes Jahr den Titel „Berliner Gastgeber“, der an Peter Frühsammer ging, einen guten alten Bekannten, der schon in den 80er Jahren als Sternekoch erfolgreich war und nun die Gerichte seiner Frau Sonja an den Gast bringt. „Man fühlt sich als Gast schlichtweg an die Hand genommen“, urteilte Jury-Leiter Elfenbein.

Fehlt noch was? Tim Raue, natürlich. Der einzige international bekannte Berliner Küchenchef ist der „gastronomische Innovator“ des Jahres, ein Titel, den die Jury noch über den „Meisterkoch“ stellt. Raue, im Moment Herr über drei Restaurants, trat dem möglichen Eindruck entgegen, dies sei eine Art Lebenswerk-Auszeichnung. Er möchte, so kündigte er an, bis 2018 jedes Jahr in der Stadt ein weiteres Restaurant eröffnen, und immer eine Nische besetzen. „Tim Raue“ in Kreuzberg, „Sra Bua“ im Adlon und das „Soupe populaire“ in der Bötzow-Brauerei laufen bestens, die Weddinger „Factory“ soll im November kommen. Das nächste könnte schlicht und echt kantonesisch sein.

Der Tagesspiegel, [10.09.2014]

 
Dancing@Palace im Hotel Palace Berlin
Jeden Sonntag von 15:00 bis 19:00 Uhr ausgelassen tanzen

Dancing@Palace ist gut erholt aus der Sommerpause zurück und freut sich ab 14. September 2014 wieder mit Ihnen das Tanzbein zu schwingen.
Jeden Sonntag von 15:00 bis 19:00 Uhr ausgelassen tanzen

Dancing@Palace ist gut erholt aus der Sommerpause zurück und freut sich ab 14. September 2014 wieder mit Ihnen das Tanzbein zu schwingen.

Jeden Sonntag von 15:00 bis 19:00 Uhr ausgelassen tanzen und gleichzeitig einen Afternoon Tea mit Sandwiches, Scones, Marmelade und Clotted Cream genießen. Nach einem prickelnden Sekt sorgt DJ Jan-Paul mit vielseitiger Musik für gute Stimmung. Also runter vom Sofa, rauf aufs Parkett!

Vorkasse € 33 p.P. / vor Ort € 39 p.P.
Inkl. Sekt zur Begrüßung & Afternoon Tea

Tickets unter 030 2502 1126 oder unter a.vos@palace.de

 
Die Tauentzienstraße soll zum Ku’damm werden
Die Arbeitsgemeinschaft City schlägt vor, den 500 Meter langen Boulevard zwischen Breitscheid- und Wittenbergplatz in Kurfürstendamm umzubennen

Sie ist Berlins Einkaufsstraße Nummer eins mit den meisten Passanten und den höchsten Ladenmieten – nur der Name der Tauentzienstraße ist viel weniger bekannt als der anschließende berühmte Ku’damm.
Die Arbeitsgemeinschaft City schlägt vor, den 500 Meter langen Boulevard zwischen Breitscheid- und Wittenbergplatz in Kurfürstendamm umzubennen

Sie ist Berlins Einkaufsstraße Nummer eins mit den meisten Passanten und den höchsten Ladenmieten – nur der Name der Tauentzienstraße ist viel weniger bekannt als der anschließende berühmte Ku’damm. Viele Touristen ordnen etwa das KaDeWe irrtümlich dem Kurfürstendamm zu. Das will die Arbeitsgemeinschaft City mit einer überraschenden Idee ändern: Wie der Tagesspiegel erfuhr, setzt sich der Anrainerverein für die Umbenennung der Tauentzienstraße in Kurfürstendamm ein.

„Die meisten Besucher glauben sowieso, dass die Straße zum Ku’damm gehört“, sagt der AG-City-Vorsitzende Klaus-Jürgen Meier.

Die Straße zwischen Breitscheid- und Wittenbergplatz ist 500 Meter lang, der Kurfürstendamm 3,5 Kilometer. Dessen Verlängerung bis zum Wittenbergplatz erleichtere die weltweite Vermarktung und verbessere die „Auffindbarkeit“, sagt Meier.

Am Kurfürstendamm sind noch Hausnummern frei

Entscheidend ist für Gottfried Kupsch, Vorstandsmitglied und Immobilienunternehmer, dass „die Eigentümer mitmachen“. Man sondiere bei Vermietern und Mietern. Am Ku’damm müssten Anrainer keine Adressenänderung befürchten, die ersten zehn Hausnummern seien zurzeit nicht vergeben. Das liegt am geänderten Straßenverlauf, früher reichte der Boulevard bis in die heutige Budapester Straße. Auf der Südseite enden die bisherigen Ku’damm-Hausnummern bei 237.

Der Tourismus-Chef ist für ein einheitliches Ku'damm-Erlebnis

Unterstützung versprechen die Tourismuswerber: Der Ku’damm „steht wie kein anderer Boulevard als Synonym für die Stadt“, schrieb Visit-Berlin-Geschäftsführer Burkhard Kieker der AG City. Wegen der „enormen touristischen Anziehungskraft“ sei die Gegend „geradezu prädestiniert, einheitlich als Kurfürstendamm erlebbar zu werden“.

Einzelhandelsexperte Christoph Meyer von der Firma CM Best Retail, der ehrenamtlich den Stadtentwicklungsausschuss der IHK Berlin leitet, nennt den Ku’damm „eine Weltmarke wie Mercedes-Benz oder die New Yorker 5th Avenue“. Mit dessen Namen könne die „weitgehend unbekannte“ Tauentzienstraße „in die erste Reihe internationaler Shopping- und Büroadressen aufrücken“.

Die Bezirke wollen den Namen nicht nur des Profits willen ändern

Doch aus den Bezirken, die erst durch Tagesspiegel-Anfragen von der Idee erfuhren, kommt nur Kritik. Ein Teil der Tauentzienstraße gehört zu Charlottenburg-Wilmersdorf, der Bereich zwischen Nürnberger Straße und Wittenbergplatz zu Tempelhof-Schöneberg. Dort sieht Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (Grüne) keinen Grund, den Namen „nur wegen geschäftlicher Interessen“ zu ändern. Außerdem würde „ein Teil des Generalszugs herausgebrochen“. Dabei geht es um viele Straßen und Plätze in Schöneberg und Kreuzberg, die nach preußischen Generälen aus den Befreiungskriegen gegen Napoleon oder nach Schlachten benannt sind.

Die Tauentzienstraße erinnert an General Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien (1760 bis 1824), der nach der Eroberung der Stadt Wittenberg den Beinamen „von Wittenberg“ trug. Auf denselben militärischen Erfolg geht der Name des Wittenbergplatzes zurück.

Der Charlottenburg-Wilmersdorfer Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) lehnt es ab, die Tauentzienstraße „150 Jahre nach ihrer Benennung aus rein vermarktungstechnischen Erwägungen umzubenennen“. Das sei „weder rechtlich möglich noch historisch sinnvoll“. Auch Vertreter aller BVV-Fraktionen reagierten ablehnend.

Anwälte sehen eine rechtliche Chance

Berlins Straßengesetz erlaubt Umbenennungen nur ausnahmsweise, etwa um Namen von Nazis zu tilgen. Namen aus der Zeit vor 1933 können geändert werden, falls sie „nach heutigem Demokratieverständnis negativ belastet sind“ und „nachhaltig dem Ansehen Berlins schaden“. Darin sehen Anwälte in einem Gutachten für die AG City ein Schlupfloch: Tauentzien sei ein „Haudegen“ gewesen, bei der Belagerung von Torgau habe er viele zivile Häuser bombardieren lassen. Heute wäre dies ein „Kriegsverbrechen“.

Die meisten Anrainer schweigen noch

Anrainer wie das KaDeWe, Peek & Cloppenburg, Adidas und Uniqlo sagen bisher nichts. Zu den treibenden Kräften zählt das Europa-Center, dessen Centermanager Uwe Timm im AG-City-Vorstand sitzt.

Ein Mittelständler in der von Filialisten geprägten Straße ist der Gastronom Christian Ridderskamp vom „Schlemmer Pylon“ an der Ecke Marburger Straße. Er glaubt nicht, dass eine Umbenennung viel ändere, in erster Linie profitierten wohl nur Makler.

Berlins Handelsverband spricht zurückhaltend von einer „ungewöhnlichen Idee“. Dirk Spender vom Regionalmanagement City West wendet ein, es werde Luxusläden am Ku’damm ärgern, falls dieser „künstlich aufgebläht“ werde. Müssten „Weltmarken“ den Straßennamen mit den Textilketten in der Tauentzienstraße teilen, bedeute das für ihre Adressen „eine Abwertung“.

Der Tagesspiegel, [10.09.2014]

 

 

 
Die Jury der Berlin-Partner zeichnet Roel Lintermans vom "Les Solistes by Pierre Gagnaire" zum "Berliner Meisterkoch 2014" aus

Mancher Koch hat es nicht leicht, sich ein eigenes Profil zuzulegen und damit auch bekannt zu werden. So mag es Roel Lintermans gehen, dem Küchenchef im „Les Solistes“ in Berlin – denn er arbeitet dort als Statthalter des berühmten Pariser Küchenchefs Pierre Gagnaire. Doch Lintermans hat trotzdem nur ein gutes Jahr gebraucht, um sich auf dem umkämpften Berliner Markt einen eigenen Namen zu machen; inzwischen raunen viele, die Solistes-Küche sei durchaus besser, wenn Lintermans selbst kocht und nicht, was manchmal vorkommt, seinem Herrn und Meister den Vortritt am Herd lässt.

Nun wurde Roel Lintermans von der Jury der Berlin-Partner zum „Berliner Meisterkoch 2014“ gewählt, und das gegen hochkarätige Konkurrenz. Er sei „wahrhaft in Berlin angekommen“, heißt es in der Laudatio, die der Juryvorsitzende Stefan Elfenbein am Mittwoch der Presse vorstellte, „gekonnt, kunstvoll und ausgesprochen mutig kombiniert er intensivste Aromen und ungewohnte Texturen.“ Das Restaurant im Hotel Waldorf-Astoria am Zoo ist seit dem vergangenen Herbst mit einem Michelin-Stern und 16 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet. Lintermans hatte vor seinem Wechsel nach Berlin für Gagnaire das Londoner „Sketch“ geleitet. „Der Titel ‚Berliner Meisterkoch‘ bedeutet mir sehr viel, vor allem“, sagte Lintermans, „weil ich in Berlin eine zweite Heimat gefunden habe.“

Zum „Aufsteiger des Jahres“ wählte die Jury Marcus Zimmer vom neu eröffneten Restaurant im Hotel am Steinplatz. Er wird gelobt für seine Konsequenz im Umgang mit deutscher und Berliner Küche. Dies zeige, „dass Berlins neue Genussgeneration auch mit Stolz mit den eigenen kulinarischen Wurzeln umgehen kann“.

Die Auszeichnung für den „Brandenburger Meisterkoch“ geht diesmal wieder nach Potsdam, und zwar an Carsten Rettschlag, schon länger Küchenchef, nun aber auch Besitzer des „Juliette“ in der Altstadt. Er habe durch sein Spiel mit besten lokalen Produkten eine eigene Handschrift ausgearbeitet, die seine Küche unverkennbar mache, hieß es.

„Berliner Szenerestaurant“ des Jahres wurde das „The Grand“ in der Nähe des Alexanderplatzes, das sich laut Laudatio jeden Tag vom Ort für den Business-Lunch bis zum ausgelassenen Club mit Bar wandele und mit der dennoch unverkennbaren Küchenhandschrift von Tilo Roth beeindrucke.

Außerdem vergab die Jury wie jedes Jahr den Titel „Berliner Gastgeber“, der an Peter Frühsammer ging, einen guten alten Bekannten, der schon in den 80er Jahren als Sternekoch erfolgreich war und nun die Gerichte seiner Frau Sonja an den Gast bringt. „Man fühlt sich als Gast schlichtweg an die Hand genommen“, urteilte Jury-Leiter Elfenbein.

Fehlt noch was? Tim Raue, natürlich. Der einzige international bekannte Berliner Küchenchef ist der „gastronomische Innovator“ des Jahres, ein Titel, den die Jury noch über den „Meisterkoch“ stellt. Raue, im Moment Herr über drei Restaurants, trat dem möglichen Eindruck entgegen, dies sei eine Art Lebenswerk-Auszeichnung. Er möchte, so kündigte er an, bis 2018 jedes Jahr in der Stadt ein weiteres Restaurant eröffnen, und immer eine Nische besetzen. „Tim Raue“ in Kreuzberg, „Sra Bua“ im Adlon und das „Soupe populaire“ in der Bötzow-Brauerei laufen bestens, die Weddinger „Factory“ soll im November kommen. Das nächste könnte schlicht und echt kantonesisch sein.

Der Tagesspiegel, [10.09.2014]

 
Jeden Sonntag von 15:00 bis 19:00 Uhr ausgelassen tanzen

Dancing@Palace ist gut erholt aus der Sommerpause zurück und freut sich ab 14. September 2014 wieder mit Ihnen das Tanzbein zu schwingen.

Jeden Sonntag von 15:00 bis 19:00 Uhr ausgelassen tanzen und gleichzeitig einen Afternoon Tea mit Sandwiches, Scones, Marmelade und Clotted Cream genießen. Nach einem prickelnden Sekt sorgt DJ Jan-Paul mit vielseitiger Musik für gute Stimmung. Also runter vom Sofa, rauf aufs Parkett!

Vorkasse € 33 p.P. / vor Ort € 39 p.P.
Inkl. Sekt zur Begrüßung & Afternoon Tea

Tickets unter 030 2502 1126 oder unter a.vos@palace.de

 

 
Die Arbeitsgemeinschaft City schlägt vor, den 500 Meter langen Boulevard zwischen Breitscheid- und Wittenbergplatz in Kurfürstendamm umzubennen

Sie ist Berlins Einkaufsstraße Nummer eins mit den meisten Passanten und den höchsten Ladenmieten – nur der Name der Tauentzienstraße ist viel weniger bekannt als der anschließende berühmte Ku’damm. Viele Touristen ordnen etwa das KaDeWe irrtümlich dem Kurfürstendamm zu. Das will die Arbeitsgemeinschaft City mit einer überraschenden Idee ändern: Wie der Tagesspiegel erfuhr, setzt sich der Anrainerverein für die Umbenennung der Tauentzienstraße in Kurfürstendamm ein.

„Die meisten Besucher glauben sowieso, dass die Straße zum Ku’damm gehört“, sagt der AG-City-Vorsitzende Klaus-Jürgen Meier.

Die Straße zwischen Breitscheid- und Wittenbergplatz ist 500 Meter lang, der Kurfürstendamm 3,5 Kilometer. Dessen Verlängerung bis zum Wittenbergplatz erleichtere die weltweite Vermarktung und verbessere die „Auffindbarkeit“, sagt Meier.

Am Kurfürstendamm sind noch Hausnummern frei

Entscheidend ist für Gottfried Kupsch, Vorstandsmitglied und Immobilienunternehmer, dass „die Eigentümer mitmachen“. Man sondiere bei Vermietern und Mietern. Am Ku’damm müssten Anrainer keine Adressenänderung befürchten, die ersten zehn Hausnummern seien zurzeit nicht vergeben. Das liegt am geänderten Straßenverlauf, früher reichte der Boulevard bis in die heutige Budapester Straße. Auf der Südseite enden die bisherigen Ku’damm-Hausnummern bei 237.

Der Tourismus-Chef ist für ein einheitliches Ku'damm-Erlebnis

Unterstützung versprechen die Tourismuswerber: Der Ku’damm „steht wie kein anderer Boulevard als Synonym für die Stadt“, schrieb Visit-Berlin-Geschäftsführer Burkhard Kieker der AG City. Wegen der „enormen touristischen Anziehungskraft“ sei die Gegend „geradezu prädestiniert, einheitlich als Kurfürstendamm erlebbar zu werden“.

Einzelhandelsexperte Christoph Meyer von der Firma CM Best Retail, der ehrenamtlich den Stadtentwicklungsausschuss der IHK Berlin leitet, nennt den Ku’damm „eine Weltmarke wie Mercedes-Benz oder die New Yorker 5th Avenue“. Mit dessen Namen könne die „weitgehend unbekannte“ Tauentzienstraße „in die erste Reihe internationaler Shopping- und Büroadressen aufrücken“.

Die Bezirke wollen den Namen nicht nur des Profits willen ändern

Doch aus den Bezirken, die erst durch Tagesspiegel-Anfragen von der Idee erfuhren, kommt nur Kritik. Ein Teil der Tauentzienstraße gehört zu Charlottenburg-Wilmersdorf, der Bereich zwischen Nürnberger Straße und Wittenbergplatz zu Tempelhof-Schöneberg. Dort sieht Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (Grüne) keinen Grund, den Namen „nur wegen geschäftlicher Interessen“ zu ändern. Außerdem würde „ein Teil des Generalszugs herausgebrochen“. Dabei geht es um viele Straßen und Plätze in Schöneberg und Kreuzberg, die nach preußischen Generälen aus den Befreiungskriegen gegen Napoleon oder nach Schlachten benannt sind.

Die Tauentzienstraße erinnert an General Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien (1760 bis 1824), der nach der Eroberung der Stadt Wittenberg den Beinamen „von Wittenberg“ trug. Auf denselben militärischen Erfolg geht der Name des Wittenbergplatzes zurück.

Der Charlottenburg-Wilmersdorfer Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) lehnt es ab, die Tauentzienstraße „150 Jahre nach ihrer Benennung aus rein vermarktungstechnischen Erwägungen umzubenennen“. Das sei „weder rechtlich möglich noch historisch sinnvoll“. Auch Vertreter aller BVV-Fraktionen reagierten ablehnend.

Anwälte sehen eine rechtliche Chance

Berlins Straßengesetz erlaubt Umbenennungen nur ausnahmsweise, etwa um Namen von Nazis zu tilgen. Namen aus der Zeit vor 1933 können geändert werden, falls sie „nach heutigem Demokratieverständnis negativ belastet sind“ und „nachhaltig dem Ansehen Berlins schaden“. Darin sehen Anwälte in einem Gutachten für die AG City ein Schlupfloch: Tauentzien sei ein „Haudegen“ gewesen, bei der Belagerung von Torgau habe er viele zivile Häuser bombardieren lassen. Heute wäre dies ein „Kriegsverbrechen“.

Die meisten Anrainer schweigen noch

Anrainer wie das KaDeWe, Peek & Cloppenburg, Adidas und Uniqlo sagen bisher nichts. Zu den treibenden Kräften zählt das Europa-Center, dessen Centermanager Uwe Timm im AG-City-Vorstand sitzt.

Ein Mittelständler in der von Filialisten geprägten Straße ist der Gastronom Christian Ridderskamp vom „Schlemmer Pylon“ an der Ecke Marburger Straße. Er glaubt nicht, dass eine Umbenennung viel ändere, in erster Linie profitierten wohl nur Makler.

Berlins Handelsverband spricht zurückhaltend von einer „ungewöhnlichen Idee“. Dirk Spender vom Regionalmanagement City West wendet ein, es werde Luxusläden am Ku’damm ärgern, falls dieser „künstlich aufgebläht“ werde. Müssten „Weltmarken“ den Straßennamen mit den Textilketten in der Tauentzienstraße teilen, bedeute das für ihre Adressen „eine Abwertung“.

Der Tagesspiegel, [10.09.2014]

 
Das gilt nicht für alle Bezirke gleichermaßen

Er meckert zwar gerne, wenn es in der Innenstadt mal wieder zu voll, zu laut oder zu teuer ist. Aber eigentlich hat der Berliner ja gar nichts gegen Touristen. Das legt zumindest eine aktuelle Meinungsumfrage der Tourismuswerber der landeseigenen Gesellschaft Visit Berlin nahe, die jetzt veröffentlicht wurde. Neun von zehn Berlinern sind demnach stolz darauf, dass Menschen aus aller Welt ihre Stadt besuchen, 88 Prozent der Stadtbewohner fühlen sich durch Touristen „weder eingeschränkt noch gestört“.

3000 Berliner wurden befragt.

Immerhin 77 Prozent der Befragten sehen in den nächsten Jahren Vorteile für die Einwohner durch den steigenden Tourismus.

3000 Berliner wurden für die repräsentative Untersuchung befragt, das Ergebnis erfreut auch den Senat. „Die Akzeptanz für den Tourismus ist in Berlin ganz überwiegend sehr hoch“, heißt es in einer zehnseitigen Stellungnahme des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) und Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) fürs Parlament.

Etwas negativer wird das Bild allerdings, wenn man sich die Ergebnisse in jenen Vierteln anguckt, die besonders viele Touristen anziehen. Gefragt, ob sie sich durch die vielen Besucher gestört oder eingeschränkt fühlen, antwortete jeder dritte Befragte in Friedrichshain und Kreuzberg mit „eher ja“, in Mitte immerhin noch jeder Fünfte. Auch in Tiergarten, Schöneberg und Prenzlauer Berg liegen die Negativwerte leicht über dem Durchschnitt, in Charlottenburg und Neukölln hingegen ist die Stimmung etwas besser.

Der Senat zieht aus der Studie den Schluss, dass „das Thema Akzeptanzerhaltung in Bezug auf den Berlin-Tourismus ein nicht zuletzt medial erzeugtes Problem ist und nicht originär auf den Tourismus zurückgeführt werden kann“. Was Wowereit und Yzer allerdings für ein reales Problem halten, ist das aus ihrer Sicht zu gering entwickelte Bewusstsein der Berliner, wie wichtig Besucher für die Wirtschaft sind.

Nur sechs von zehn Berlinern bewerten den Tourismus demnach als wichtigen Wirtschaftsfaktor – obwohl inzwischen 275000 Berliner vom Tourismus lebten, der zehn Milliarden Euro Umsatz erziele. Daher wollen der Senat und Visit Berlin den Bürgern gerade im Jahr des auch touristisch wichtigen Mauerfall-Jubiläums die Vorzüge der Gäste anschaulicher vermitteln.

Der Tagesspiegel, [09.09.2014]

 
Am 9. November ist der 25. Jahrestag des Mauerfalls

"Dieser 9. November 1989 war und ist ein ganz besonderer Tag für Berlin, für Europa und die ganze Welt, die auf uns geblickt und gefragt hat: Wie fällt diese Mauer?", sagt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und präsentiert die Vorhaben der Stadt zum 25. Jahrestag des Mauerfalls. Zur offiziellen Feier im Schauspielhaus am 9. November um 16 Uhr werden als Hauptredner der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, sowie Michail Gorbatschow, Lech Walesa und der damalige ungarische Ministerpräsident Niklas Nemeth erwartet.

Vom 7. bis 9. November steht Berlin ganz im Zeichen einer zuversichtlichen Erinnerung an die Grenzöffnung, ihre Vorgeschichte und ihre Folgen. „Berlin, nun freue dich!“, hatte der damalige Regierende Bürgermeister Walter Momper ausgerufen – heute könnte es heißen: „Berlin, nun leuchte doch!“ Klaus Wowereit möchte das Ereignis mit Emotionen verbinden: „Licht ist Freude und Freiheit“. Der 9.11.89 sei ein Glückstag nicht nur für Berlin, sondern für die ganze Welt. Die Stadt erinnert daran wie berichtet mit einer temporären Lichtinstallation von rund 8000 Ballons, die an drei Tagen abends auf einer Strecke von 15 Kilometern den einstigen Mauerverlauf zwischen Bornholmer Straße und Oberbaumbrücke markieren. Die runden Ballons mit 60 Zentimetern Durchmesser bestehen aus weißem Naturkautschuk und werden, mit Helium gefüllt, erleuchtet.

An jenem historischen Abend vor 25 Jahren, als die Ost-Berliner in den Westteil strömten, löste sich die Grenze auf, 2014 werden die Ballons von ihrem Haltestab und damit von der Batterie getrennt – und schon entschwebt die Erleuchtung in den Himmel. Jeder, der Lust hat, kann Ballonpate werden, eine Botschaft auf ein Kärtchen schreiben und seinen Traum mit dem Ballon auf die Reise schicken.

Gedenkandacht in der Kapelle der Versöhnung

Der 9. November, ein Sonntag, beginnt mit einer Gedenkandacht in der Kapelle der Versöhnung und der Eröffnung einer neuen Dauerausstellung in der Bernauer Straße. Zeitgleich mit dem offiziellen Festakt am Gendarmenmarkt gibt es ein Bürgerfest am Brandenburger Tor, bei dem die Staatskapelle und der Staatsopernchor unter der Leitung Daniel Barenboims Beethovens „Ode an die Freude“ intonieren. Ab 19 Uhr lassen dann tausende Ballonpaten ihre individuellen Botschaften in die Luft steigen. Die Brüder Christopher und Marc Bauder hatten die Idee dazu, einer von ihnen, Marc, montierte außerdem eine Filmcollage unter dem Titel „Mauerstücke“. Sie stellt Berlin-Bilder mit und ohne Mauer einander gegenüber. So entsteht ein spannendes Vorher-nachher-Panorama, das auch an wichtigen Punkten in der Innenstadt zu sehen sein wird.

Entlang der Lichtgrenze trifft der Besucher zudem alle 150 Meter auf ein Stück einer Open-Air-Ausstellung: „Hundert Mauergeschichten – Hundert Mal Berlin“ zeige „den Mut und die Kreativität derjenigen, die sich weigerten, das monströse Bauwerk als Normalität zu akzeptieren“, sagt Frank Ebert von der Robert-Havemann-Gesellschaft. Veranstalter des Ganzen ist die Kulturprojekte Berlin GmbH, und die Touristenwerber von Visit Berlin haben sich einen hübschen Slogan einfallen lassen: „Berlins spannendster Fall“.

Der Tagesspiegel, [08.09.2014]

 
Die Wilmersdorfer Arcaden setzen ein Zeichen und geben Honigbienen Asyl

Inzucht, Pestizide, Varroamilbe, Colony Collapse Disorder, Klimawandel - die möglichen Gründe für das weltweite Bienensterben sind vielfältig. Noch ist eine nachweisbare Ursache nicht gefunden und Bienenforscher überall auf der Welt stehen vor einem Rätsel. Klar ist, ohne Honigbiene wäre unsere Gesellschaft, so wie sie heute besteht, dem Untergang geweiht denn kein anderes Nutztier ist wichtiger für die Menschheit. Rund 150 Nutzpflanzen - vor allem Obst und Gemüse - werden von den fleißigen Bienen bestäubt.

Auch wenn der wahre Grund für das Bienensterben noch nicht gefunden ist, der Mensch kann helfen, die Biene zu retten, denn Bienen brauchen Platz! Jedes Volk sammelt im Umkreis von rund 10 Quadratkilometern Nektar für den Honig.

Die Wilmersdorfer Arcaden stellen ihr begrüntes Dach zur Verfügung und lassen dort vier Bienenvölker einziehen. Einzugstermin ist Mittwoch, der 10. September um 13 Uhr.

Der hauseigene Wilmersdorfer Arcaden Honig kann Ende Juli 2015 geerntet werden und soll dann an die Kunden des Hauses verteilt werden.

 

 
Mode-Fans feierten die VOGUE Fashion’s Night Out 2014 in Berlin

Auf Einladung von VOGUE feierten tausende Berliner Mode-Fans letzte Woche die sechste VOGUE Fashion´s Night Out (VFNO) – die Einkaufsnacht, die alle internationalen VOGUE-Ausgaben weltweit zelebrieren. Über 125 exklusive Shops, Boutiquen und Luxus-Department-Stores hatten ihre Türen bis weit in die Nacht geöffnet und überraschten ihre Kunden mit besonderen Aktionen, Premieren, Limited Editions und kreativen Ideen. Auf Shopping-Tour in den Geschäften unterwegs war auch VOGUE-Chefredakteurin Christiane Arp mit ihrem Team, die dabei auch auf prominente Persönlichkeiten traf.

Einen besonderen Blickfang auf dem Kurfürstendamm bot der von VOGUE gebrandete Airstream: Aus dem amerikanischen Oldtimer-Wohnwagen heraus verteilten die Redaktionsmitglieder Popcorn und verkauften T-Shirts und Shopping-Bags zum Event. Außerdem dabei: die aktuelle September-Ausgabe von VOGUE, die mit dem Titelmotto "Shoppinglust" und einem 52-seitigen VFNO-Shopping-Supplement die perfekte Inspiration für die Mode-Nacht bot.

"Berlin ist eine der wichtigsten deutschen Modemetropolen und VOGUE Fashion´s Night Out hat hier mittlerweile Tradition. Es freut mich zu sehen, mit welcher Begeisterung die Berliner die Mode feiern und diesen Abend gemeinsam genießen", so Chefredakteurin Christiane Arp.

In diesem Jahr findet die VOGUE Fashion´s Night Out in über 18 Nationen mit mehr als 27 Partnerstädten statt. In Deutschland geht das Event heute Abend in die nächste Runde: Dann haben auch die Düsseldorfer Gelegenheit, bei der vierten VFNO am Rhein nach Lust und Laune bis weit nach offiziellem Ladenschluss zu shoppen.

"Shwe Shwe Poppis" und VFNO-Shopping-Bag: Shopping für den guten Zweck

Für Begeisterung bei den Fashion Fans sorgte auch der Verkauf der "Shwe Shwe Poppis" – Designerstoffpuppen im Patchwork-Stil aus Südafrika. Der Verkaufserlös der limitierten VFNO-Sonderkollektion, für die Stoffspenden von neun Modehäusern und Designern verarbeitet wurden, kommt dem Waisenhaus "Zola Crèche" in Soweto zugute. Der Erlös aus dem Verkauf der von VOGUE designten Shopping-Bag wird traditionell karitativen Einrichtungen in Berlin und Düsseldorf gespendet.

 
Für die Zukunft des ICC gibt es ein Gutachten – mit 216 Seiten voller Analysen

Die Botschaft ist eindeutig: Das Internationale Congress Centrum (ICC) kann nur wiederbelebt und wirtschaftlich betrieben werden, wenn es an einen privaten Investor verkauft, mindestens teilweise entkernt und zu einem klassischen Shoppingcenter umgebaut wird. Ausdrücklich als Gegenpol zu ähnlichen Zentren in Berlins Mitte, die schon viel Kaufkraft binden. „Um dem entgegenzuwirken, besteht seitens der potenziellen Investoren hohes Interesse, ein weiteres Projekt mit Einzelhandel im Westen Berlins anzusiedeln“, heißt es in einem Gutachten, das von der Beraterfirma Drees & Sommer im Auftrag der Wirtschaftsverwaltung des Senats erarbeitet wurde.

Nach derzeitigem Wissensstand sei nur dieses Konzept zur Rettung des ICC finanzierbar, steht in dem 216 Seiten starken Bericht, der dem Tagesspiegel vorliegt. In diesem Fall müsste ein Privatinvestor lediglich 53 Millionen Euro zuschießen. Hinzu kämen 200 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt, die der Senat für das ICC in Reserve hält. Bei allen anderen Varianten müssten „seitens des Senats erhebliche weitere Mittel freigegeben werden“, sagen die Gutachter. Für das Modell „Shopping“ spreche auch die hohe Zahl der interessierten Investoren.

Als zweitbeste Lösung, die unter günstigen Umständen noch wirtschaftlich machbar wäre, bietet das Gutachten ein „House of Interaction and Living“ an. Gemeint ist eine spezielle Form des Einzelhandels, mit vielen kleinen, schick gestalteten Läden, weitgehend ohne Filialisten. „Das Erleben der Produktwelt steht im Vordergrund.“

Vorbilder seien Zentren in Osaka (Elektronik) oder Turin (Lebensmittel), heißt es im Bericht. Diese Nutzung ließe sich ergänzen mit Flächen für Sport/Fitness inklusive Bowling, Gastronomie, Clubs oder eine Kindererlebniswelt. Oder für Ausstellungen, Kunst und Kultur, Kino und Musicaltheater. Ein „Casino mit klassischem Spiel“, das es bisher nur am Potsdamer Platz gebe, sei ebenfalls als ergänzende Nutzung machbar.

Für andere Lösungen ist es zu dunkel

Ein Hotel, Wohnungen oder Büros im ICC-Gebäude schließt das Gutachten schon deshalb aus, weil es dort kein Tageslicht gibt. Der Bau eines Hotels und zusätzlicher Büroräume sei aber in einem Neubau denkbar, der an der Stelle des Parkhauses entstehen könnte. Das sei ohnehin abrissreif. Die Ansiedlung von Wissenschaftseinrichtungen, einer Klinik oder von Handwerksbetrieben scheide aus. Auch für einen modernen Kongressbetrieb sei das ICC weniger geeignet – und „tendenziell unwirtschaftlich“.

Den immer noch diskutierte Umbau des ICC zu einer Zentral- und Landesbibliothek schließen die Gutachter nicht aus, sehen dies aber schon aus finanziellen Gründen sehr skeptisch. So eine „rein öffentliche“ Nutzung würde 484 Millionen Euro kosten. Eine utopisch hohe Summe, die aus dem Berliner Haushalt bezahlt werden müsste. Ganz zu schweigen von den Folgekosten, die ebenfalls vom Land Berlin zu tragen wären.

Die Rettung des ICC wird schwierig

Die Vorschläge von Drees & Sommer setzen voraus, dass nicht nur das Parkhaus abgerissen, sondern auch die gigantische Tragwerkstruktur wenigstens im oberen Saalgeschoss entfernt wird. So wäre es möglich, drei bis fünf weitere Ebenen in das Gebäude einzuziehen, als Voraussetzung für eine kommerzielle Nutzung, die rentabel wäre. Denn zurzeit seien weniger als zehn Prozent der Gesamtfläche des ICC tatsächlich vermarktbar. Die Technik, die ihre Nutzungsdauer längst überschritten habe, müsste ersetzt und Schadstoffe entfernt werden.

Die Fassade sei in gutem Zustand, aber sehr verschmutzt und müsse „energetisch ertüchtigt“ werden. Auch der Beton sei sanierungsreif. Andererseits loben die Gutachter das ICC als architektonisches Unikat und „baukulturelle Visitenkarte Berlins“. Solche „schlafenden Riesen“, die das Stadtbild prägen, aber ihre Nutzung verloren haben, gebe es leider in vielen Städten der Welt.

Nebenbei erwähnt der Bericht, dass während der Bauarbeiten die Stadtautobahn A 100 und „weitere Verkehrswege“ wohl teilweise gesperrt werden müssten. Voraussichtlich müsse ein neuer Bebauungsplan erarbeitet werden. Das Urheberrecht des Architekten und Belange des Denkmalschutzes seien zu beachten. Außerdem empfehlen Drees & Sommer dem Senat aus vergaberechtlichen Gründen dringend eine EU-weite Ausschreibung und die akribische Prüfung des europäischen Beihilferechts.

Der Tagesspiegel, [05.09.2014]

 
Nachbarschafts-Genießer-Markt im ELLINGTON Sommergarten

Bereits zum fünften Mal findet am Sonntag, den 7. September 2014 von 14:00 bis 21:00 Uhr der Nachbarschafts-Geniesser-Markt im Ellington Sommergarten statt.

Ein entspannter Tag in loungiger Atmosphäre, an dem sich einige Freunde des Kudamms und andere befreundete und benachbarte Köche, Restaurants und Geschäfte mit ihren Spezialitäten präsentieren. Angeboten werden dieses Mal zum Beispiel Süßkartoffel Pommes, Pulled Pork mit Ellington Dry Rub, Austern in verschiedenen Varianten und Erdbeertörtchen. Vorbild ist der Neigbourgoods Market in Kapstadt: Entspannte Musik, ein Glas Champagner oder Wein in der Hand, viele leckere Köstlichkeiten an unterschiedlichen Ständen und Kleinigkeiten shoppen.

Mit dabei sind dieses Mal: Culiartis-Kochschule-Catering-Bistro, Filetstück, Hotel am Steinplatz, Hotel Palace Berlin, Wilson´s The Prime Rib Restaurant und das Ellington Hotel Berlin.

Der Eintritt ist frei! Keine Reservierungen möglich.

"Summer in the city"
Sonntag, 7. September 2014, 14:00 bis 21:00 Uhr.

 
Erstmals gehört bei der Modenacht Vogue Fashion’s Night Out auch das Bikini Berlin zu den Zielen

Jedes Jahr beteiligen sich mehr Geschäfte an der Vogue Fashion’s Night Out, die am Donnerstagabend wieder in die Geschäfte lockt. Rund 125 Läden sind diesmal dabei. Erstmals gehört auch Bikini Berlin zu den Zielen. Wolfgang Joop nutzt die Nacht, um eine Voreröffnung seiner neuen Wunderkind-Boutique zu feiern. Schon zum sechsten Mal wird die globale Shopping-Nacht in Berlin zelebriert. Viele der bis Mitternacht geöffneten Geschäfte bieten besondere Aktionen.

Im KaDeWe können die Kunden bei Drinks und Flying Buffets zwischen 20.30 und 24 Uhr neue Trends inspizieren.

Erstmals öffnet das Haus zu diesem Anlass auch die zweite Etage mit der Damenmode und die dritte Etage mit den Accessoires. Typische Outfits des neuen Normcore-Trends will der Departmentstore Quartier 206 zeigen. Dabei wird es besonders puristische, hochwertige und wohl auch teure Looks zu sehen geben. Im Haus Cumberland wird Grosz-Wirt Roland Mary eine Pop-up-Bar errichten. Erwartet werden dort unter anderen die Models Franziska Knuppe und Eva Padberg, die Designer Wolfgang Joop und Jette Joop, Bread&Butter-Chef Karl-Heinz Müller und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Dort ist auch die italienische Luxusmarke Brunello Cucinelli ansässig, die Kunden mit Jazz- und Pop-Classics des Trios Vocal Invitation unterhalten will.

Bei The Corner am Gendarmenmarkt in Mitte debütiert die Nagellack-Linie von Christian Louboutin, dem Erfinder der roten Schuhsohlen. Das schwedische Label Filippa K feiert mit „Organic Food“, und bei Peek&Cloppenburg kann man sich Stylingtipps von der Expertin abholen. Es gibt einen kostenlosen Shuttle-Service zwischen den teilnehmenden Shops.

Der Tagesspiegel, [04.09.2014]

 
Luxus für Körper, Geist und Seele

In Deutschlands erstem Guerlain Spa Waldorf Astoria erwartet Sie ein rundum luxuriöses Spa-Erlebnis mit den exklusiven Guerlain-Produkten. Das elegante Spa bietet sechs Behandlungsräume auf 1.000 Quadratmeter, einen wolkenförmigen Pool, Sauna, Dampfbad, ein 24-Stunden Fitnesscenter und eine Dachterrasse mit Blick über die Dächer Berlins. Pflegen Sie Ihre Haut sommerfrisch und entspannen Sie einen ganzen Tag lang im exklusiven Guerlain Spa im Waldorf Astoria Berlin mit unserem Summer in the City-Angebot.

Das Summer in the City-Paket für 149 EUR beinhaltet:

• Tageseintritt für den Guerlain Spa mit Pool und Saunabereich und Chill-Out-Möglichkeit auf unserer Dachterrasse in der 6. Etage mit Blick über Berlin

• Ganzkörperpeeling gefolgt von unserer exklusiven Signature Behandlung „Berlin Chic Massage“ (90 Minuten)

• Guerlain Make-Up-Refresher für die Dame

Buchungen telefonisch unter der Rufnummer 49 30 814000 2950 oder per E-Mail an Berlin.Guerlainspa@waldorfastoria.com.

Waldorf Astoria Berlin
Hardenbergstraße 28
10623 Berlin
www.waldorfastoriaberlin.de

 
Rudolph the red nosed reindeer

Das Arbeitsjahr geht zu Ende und Sie möchten Ihren Mitarbeitern als Dankeschön eine ganz besondere Weihnachtsfeier bieten. Das Team vom Hotel Palace Berlin unterstützt Sie mit Freude bei der Planung und Ausführung Ihrer Wünsche. Stellen Sie sich aus diversen Event-Bausteinen Ihre Wunschveranstaltung zusammen.

So könnte Ihr Package aussehen:

• Raummiete bsp. das Kaminzimmer mit offenem Kamin
• Weihnachtliche Tischdekoration und Menükarten
• Drei-Gang-Menü nach Wahl des Küchenchefs
Hauptgang: traditioneller Gänsebraten mit Rot- & Grünkohl, Klößen, Bratapfelpüree
• Weiß- & Rotwein, Bier, Mineralwasser, alkoholfreie Getränke in unbegrenzter Menge

Ab 89 Euro* p. P. für vier Stunden

Fragen Sie auch nach dem X-Mas Upgrades wie Flammkuchen und Glühwein ab 16 Euro* p.P. und gestalten Sie so Ihr Get-Together beliebig und einfach.

Das Hotel Palace freut sich auf Ihre Anfrage unter der Rufnummer (030) 2502 1170 oder via E-Mail convention@palace.de.

* Angebote auf Anfrage und nach Verfügbarkeit buchbar für Gruppen ab 10 Personen; nicht kombinierbar mit anderen Angeboten.

 
Die Trendshow am Kudamm

Vom 5. bis 10. September 2014 findet parallel zur IFA auch dieses Jahr die große Trendshow auf dem Breitscheidplatz statt. Täglich von 10 bis 20 Uhr präsentieren sich Unternehmen mit den neuesten Trends und Innovationen rund um Technik und Lifestyle. Dazu zählen Telekom, Samsung, eMO, Teufel und weitere.

Neben den Neuigkeiten aus Technik und Lifestyle sowie aktuellen Videoberichten von der Messe, sorgen bekannte Künstler für ein attraktives Bühnenprogramm mit vielen Highlights. Freuen Sie sich auf YouTube-Star Michael Schulte, Cora Lee & Flying Steps Academy, das Mark Wenzel Trio, The Berlin Blues Brothers, Rapper und Tanz-Acts als Warm-Up-Show für die Hip Hop Convention und Bands wie Venterra, San Quentin, Wedding und finalstair.

Eröffnung:
Freitag, 5. September 2014, 16:00 Uhr auf der Programmbühne
18:15 Uhr – Konzert mit Michael Schulte

Für die kleinen Besucher gibt es am Familiensonntag einen kostenfreien Basteltisch und viele Spielmöglichkeiten.

Auch in diesem Jahr können die Besucher im Rahmen der Charity-Aktion „Dein Handy hilft!“ ihre alten Mobiltelefone für einen guten Zweck spenden und mit Glück attraktive Preise gewinnen. Der Erlös der Kooperation mit wirKaufens.de kommt zu 100 Prozent dem Berliner Projekt Straßenkinder e. V. zugute. Ein kostenloser Busshuttle verbindet die Trendshow am Ku'damm mit der IFA.

Anlässlich der IFA führen die Händler am Kudamm & Tauentzien am 7. September 2014 einen verkaufsoffenen Sonntag von 13:00 bis 18:00 Uhr durch.

 
Der BASLER Fashion Store Berlin Kurfürstendamm bittet am 4. September 2014 zur Neueröffnung und Vogue Fashion´s Night Out

Seit dem 18. August 2014 hat BASLER mit dem Umbau des BASLER Stores begonnen, um Sie am 4. September 2014, im Rahmen der Vogue Fashion´s Night Out, zur Wiedereröffnung begrüßen zu dürfen.

Als Special an diesem Tag erhalten Sie ein limitiertes BASLER Reiseset* als Geschenk.

Lassen Sie sich bei einem Glas Sekt verwöhnen und entdecken Sie unsere Herbst/Winter Kollektion im neuen Ambiente.

Ihr BASLER Team freut sich auf Sie!

* Wird nicht zum Kauf angeboten und nur so lange der Vorrat reicht. Gekoppelt an einen Einkauf und nur erhältlich am Tag des Events.

BASLER Store
Kurfürstendamm 220
10719 Berlin
Tel.: 0c30 88 47 29 49
www.basler-fashion.com

 
Wegen der Gema könnte es mit dem Straßenfest in Berlin jetzt vorbei sein

Nach 20 Jahren steht die Zukunft des traditionellen Musik-Straßenfestivals in Berlin auf dem Spiel. Schuld daran ist die Gema, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Sie stuft das öffentliche Fest der Musik künftig nicht mehr als Stadtfest ein, sondern als Konzert.

Dieser Tarif ist erheblich teurer und bedeutet für die Organisatoren eine Kostensteigerung von 63 Prozent. Das sind etwa 8 000 Euro mehr als bisher eingeplant und finanziert sind. Fast 20 Prozent den Gesamtbudgets würden nach dieser Abrechnung an die Gema fließen, bisher waren es maximal 10 Prozent, teilen die Organisatoren mit.

Öffentlich gefördert

„Mit dieser Erhöhung steht die Fête de la musique vor einem Problem“, sagt die Geschäftsführerin des Festivals, Simone Hofmann. Denn das Musikfest, das jedes Jahr am 21. Juni stattfindet, wird komplett aus öffentlichen Mitteln gefördert. Der Berliner Senat, genauer die Abteilung für Kulturelle Angelegenheiten von Kulturstaatssekretär Tim Renner, finanziert jährlich 24.200 Euro, die Lotto-Stiftung gewährt 88.000 Euro. Mehrausgaben sind nicht erlaubt. „Ein Posten für Unvorhersehbares ist nicht vorgesehen“, sagt Hofmann. Sie befürchtet, dass das Musikfest im kommenden Jahr nicht mehr finanzierbar sei.

Seit Mai 2014 verhandeln Gema und Veranstalter über eine Einigung. Die Organisatoren der Fête de la musique verweisen auf eine vereinbarte Summe von 7000 Euro, die Gema fordert hingegen künftig 20.000 Euro. „Es gab bisher keine Einigung“, sagt Hofmann. Auch ein Brief von Kulturstaatssekretär Tim Renner an den Gema-Vorstand in München brachte kein neues Ergebnis. Weitere Unterstützung kann Hofmann vom Land Berlin jetzt nichjt mehr erwarten. „Notfalls müssen die zusätzlichen Kosten aus dem bestehenden Budget erwirtschaftet werden“, sagte der Sprecher der Kulturverwaltung, Günter Kolodziej. Das lasse das Budget auch zu.

Hoffmanns letzte Hoffnung ist nun die Bewilligung eines Antrages bei der Lotto-Stiftung, die die anfallenden Mehrkosten übernehmen könnte. Am 24. September wird die Stiftung darüber entscheiden. „Sagt die Lotto-Stiftung Nein, gibt es in Berlin keine Fête de la musique mehr“, sagt Hofmann.

Seeed würden das Aus des Festivals bedauern

Das weltweite Musikfest findet in mehr als 520 Städten in 106 Ländern statt, 1982 zum ersten Mal in Frankreich. In Berlin wurde das musikalische Straßenfest am 21. Juni („umsonst und draußen“) seit dem Start im Jahr 1995 von Jahr zu Jahr populärer, immer mehr Menschen kamen, anfangs waren es 4000 Zuschauer, in den vergangenen Jahren um die 100.000.

In diesem Jahr spielten Musiker, Sänger, Bands und Orchester an 110 Orten in allen zwölf Bezirken. Zu den Höhepunkten zählte der Auftritt der Berliner Band Element of Crime mit Sven Regener. Mehr als 3000 Fans waren zum Konzert der Band am Oranienplatz in Kreuzberg gekommen. Im Mauerpark feierten etwa 15.000 Besucher.

Eine erste Reaktion kommt von der Band Seeed. Auf ihrer Facebook-Seite schreiben die Musiker: „Wir selbst haben dreimal auf der legendären Mauerpark-Bühne im Rahmen der Fête de la musique gespielt, und diese Konzerte gehören zu den band-geschichtlichen Highlights und bleiben unvergesslich! Berlin würde ohne die Fête etwas fehlen.“

Berliner Zeitung, [02.09.2014]

 
Ab 18 Uhr droht Chaos

Der Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für den heutigen Montag aufgerufen hat, soll auch die Berliner S-Bahn lahmlegen. „Die S-Bahn wird einbezogen. Wir haben auch dort unsere Mitglieder dazu aufgerufen, die Arbeit zwischen 18 und 21 Uhr niederzulegen“, sagte Frank Nachtigall, der Vorsitzende des GDL-Bezirks Berlin-Sachsen-Brandenburg, der Berliner Zeitung.

Die Züge sollen zum Streikbeginn am jeweils nächsten S-Bahnhof halten, damit die Fahrgäste aussteigen und sich andere Fahrmöglichkeiten suchen können. „Wir werden keine Fahrgäste in Geiselhaft nehmen“, so Nachtigall. Er ging am Mittag davon aus, dass der Großteil des S-Bahn-Verkehrs unterbrochen wird. Rund 80 Prozent des Fahrpersonals bei der S-Bahn sei in der GDL organisiert. „Wir haben in den vergangenen Jahren ordentlich dazu gewonnen“, sagte er.

Kritik, dass der Streik vor allem Berufstätige treffen wird, wies der GDL-Bezirksvorsitzende zurück. „In dieser Situation können wir keinen Bereich des Bahnverkehrs ausnehmen“, sagte er. Auch der Fern-, Regional- und Güterverkehr der Deutschen Bahn sei betroffen. Im Güterverkehr werden die Auswirkungen ebenfalls gravierend sein, denn an Montagen sind mehr Güterzüge unterwegs als sonst. „Durch die Wahl des Termins haben wir schon versucht, Rücksicht auf die Pendler zu nehmen. Um 18 Uhr sind viele schon zu Hause“, so Nachtigall.

Möglichst vor 18 Uhr Ziel erreichen

S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz riet den Fahrgästen, ihr Ziel heute möglichst vor 18 Uhr zu erreichen – oder auf Fahrten mit der S-Bahn zu verzichten. „Diesen Tipp können wir unseren Fahrgästen auf jeden Fall geben“, sagte er. Wie sich der Streik konkret auswirken wird, sei für die S-Bahn Berlin GmbH noch nicht abschätzbar. „Was im Einzelnen wo passieren wird, ist nicht absehbar. Es ist aber klar, dass die Auseinandersetzung bewusst auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen werden soll.“ Priegnitz empfahl den Betroffenen, sich Alternativrouten zu suchen. „Wir werden alle unsere Kommunikationskanäle befüllen. Die BVG ist die wichtigste Alternative. Sie ist von dem Streik der GDL-Mitglieder nicht betroffen und fährt normal.“

Der Warnstreik am heutigen Montag könnte nicht der letzte sein, drohte die Lokführer-Gewerkschaft. Wenn die Arbeitgeberseite kein diskussionswürdiges Angebot vorlegt, werde es „zeitnah“ weitere Arbeitsniederlegungen geben, sagte Nachtigall. „Wer uns kennt, der weiß, dass wir einen sehr langen Atem haben.“ 2008 hatte es lange Streiks gegeben, die auch den Berliner Bahn- und S-Bahnverkehr lahmlegten.

Berliner Zeitung, [01.09.2014]

 
Die Spielzeugspendenaktion "Bring alt, mach glücklich!" der Wilmersdorfer Arcaden geht nach ihrem fulminanten Anfangserfolg in die zweite Saison

Es sind schwierige Zeiten in den wir leben, wie immer trifft es vor allem die Kleinsten. In Berlin ist rund jedes dritte Kind von Kinderarmut betroffen (Studie der Hans-Böckler-Stiftung 11/2012). Während der Charity-Aktion "Bring alt, mach glücklich!" wurden im Herbst 2013 über 25 Kubikmeter an gebrauchten und neuen Spielzeugen gesammelt und an bedürftige Einrichtungen verteilt. Mit dabei war neben einem Flüchtlingsheim in der Soorstraße und einem Familienzentrum in Wilmersdorf auch die Kinder- und Jugendmedizin des Vivantes Klinikums am Friedrichshain. Mehrere tausend Kuscheltiere gingen hier her, denn die werden dringend benötigt, wie Chefarzt Professor Dr. Hermann Gierschick erzählt: "Es ist erschreckend mit wie viel Kinderarmut man hier täglich in Berührung kommt. Die Kleinen freuen sich schon, wenn sie einen Teddy mit nach Hause nehmen können, denn dort haben sie oft gar nichts…".

Auch dieses Jahr wenden sich die Wilmersdorfer Arcaden und ihre Unterstützer an die Kunden und Bürgerinnen und Bürger Berlins mit der Bitte gebrauchtes Spielzeug an der Kundeninformation des Centers abzugeben. "Diesmal haben wir den Annahmezeitraum noch verlängert und geben unseren Kunden nun den gesamten September über die Möglichkeit gebrauchtes Spielzeug abzugeben" so der Centermanager Peter Schönbrunn. Die Spenden werden gesichtet, sortiert, gelagert und dann am Ende der Sammelphase an bedürftige Einrichtungen verteilt.

 

 
Im Hotel Zoo am Kurfürstendamm gastierten einst die Berlinale-Stars

Seit fast zwei Jahren ist das einst berühmte „Hotel Zoo“ am Kurfürstendamm 25 wegen Umbauten geschlossen. Ähnlich lange hatte nebenan auch der Apple-Store in der alten Filmbühne Wien bis zur Eröffnung 2013 gebraucht. Jetzt aber sind an der denkmalgeschützten Fassade des Hotels fast alle Gerüste weg, für Anfang November verspricht Eigentümer Manfred Weingärtner ein „glamouröses Comeback“.

Die größte Zeit des Hauses liegt schon eine Weile zurück: In den 1950er bis 1960er Jahren gingen während der Berliner Filmfestspiele viele Stars wie Romy Schneider, Sophia Loren, Grace Kelly oder Hildegard Knef ein und aus.

Denn rundum standen die Berlinale-Kinos wie die Filmbühne Wien, das Marmorhaus, der Gloria-Palast oder der Zoo-Palast – der als einziges dieser Filmtheater überlebt hat und seit diesem Jahr wieder Berlinale-Spielstätte ist.

Das Baudenkmal entstand als Wohnhaus

Ursprünglich war das Hotel 1891 als Residenz einer wohlhabenden Familie entstanden, der Umbau zum „Hotel am Zoo“ folgte 1911. In den 1920er Jahren wurde es durch große Ball- und Festveranstaltungen bekannt. Den Zweiten Weltkrieg überstand es unbeschadet. Lange war das Haus in Familienbesitz, bis der in der Hotellerie schon erfahrene Unternehmer Weingärtner es 2004 erwarb.

Er verkürzte den Namen in „Hotel Zoo“, weil dies prägnanter für die internationale Kundschaft sei. Der alte Schriftzug auf dem Dach blieb zunächst unverändert, inzwischen fehlt aber auch dort das „am“.

„Gefühlte fünf Sterne“

Mit der Neugestaltung werde das Haus in die Liga der Luxushotels aufrücken, sagt Direktorin Karolin Brückner: „Es hat gefühlte fünf Sterne.“ Offiziell wolle man es allerdings keiner Kategorie zuordnen. Tatsächlich hätte das Hotel auch gar keine Chance auf fünf Sterne, weil ein Spa fehlt. Als Ersatzlösung für die Gäste kooperiert man mit dem zwei Häuser entfernten Aveda-Spa.

Durch Anbauten ist die Zimmerzahl von 136 auf 145 gestiegen. Noch ist wenig von der Einrichtung zu sehen, wie ein Rundgang am Donnerstag zeigte. Die Wände sind überwiegend kahl, Möbel fehlen, und auch das unvollendete Musterzimmer wurde nicht vorgestellt.

Fantasy-Stuck und eine Riesentür ins Nichts

Dafür erläuterte die US-Designerin Dayna Lee ihr Konzept. Sie betreibt in Los Angeles und New York ihre „Powerstrip Studios“, war Art-Direktorin für Hollywoods Filmindustrie und gestaltete auch schon Hotelräume. In Berlin hatte sie „immer die Familie vor Augen, die früher in dem Haus wohnte“. Lee möchte alte Möbel mit modernen Elementen kombinieren, um ein „modernes Townhouse“ zu schaffen. Der nach links versetzte Eingangsbereich erstreckt sich über zwei Etagen. Bald wird dort ein jadegrüner Teppich ausgelegt. Eine 22 Meter lange Decke ist mit „Fantasy-Stuck“ verziert, wie Lee es nennt.

Vom originalen Stuck ist dagegen fast nichts übrig. Mehrere alte Ziegelwände wurden freigelegt und vom „Art Department“ des Studios Babelsberg restauriert. Die ursprüngliche Lobby ist inzwischen ein Laden der Modemarke Boss.

Als Herzstück des Hotels gilt ein „Living Room“ mit Wintergarten an der Stelle, wo früher der Innenhof war. Zum Blickfang sollen ein großer Kamin und eine überdimensionale Tür im Gründerzeitstil werden; die sechs Meter hohe Tür wird man aber nicht öffnen können – sie ist als reine Zierde gedacht.

Keinen praktischen Nutzen werden auch drei Hotelzimmerschlüssel an den Wänden haben, die je 1,50 Meter messen sollen.

Eröffnungspreise ab 113 Euro

70 bis 80 Mitarbeiter wollen Weingärtner und Direktorin Brückner beschäftigen. Küchenchef des Restaurants wird der gebürtige Australier Ned Karamujic, der zuletzt in gleicher Funktion im Grill Royal in Mitte arbeitete. Gäste können online schon Übernachtungen für die Zeit ab dem 1. November reservieren – los geht es ab 113 Euro für ein Einzelzimmer und 130 Euro für ein Doppelzimmer.

Der Tagesspiegel, [28.08.2014]

 
Alles für die Schule finden Sie auf dem Schulmarkt im Untergeschoss

Kaum sind die Ferien vorüber und die ganze Familie ist gut erholt aus dem Urlaub zuhause angekommen, beginnen auch schon die Vorbereitungen für das neue Schuljahr. Und bereits nach den ersten Schultagen kommen die Kinder mit einer langen Einkaufsliste zurück: neue Hefte, Malblöcke, Vokabelhefte, Stifte, Malkasten und -farben, Radiergummi, Einpackpapier und Umschläge für Hefte und Bücher – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Das alles und noch viel mehr bekommen Eltern und Schüler bei Karstadt am Kurfürstendamm im großen Schulmarkt im Untergeschoss!

 

 
Erotikmuseum zieht an die Tauentzienstraße

Bald gibt es wieder mehr Sex in der City West: Das seit Anfang August wegen eines Neubauprojekts geschlossene Beate Uhse Erotikmuseum an der Joachimstaler Straße und der dortige Sexshop, der Mitte September zumacht, sollen ins Haus Tauentzienstraße 4 schräg gegenüber dem Kaufhaus KaDeWe umziehen. Das bestätigte die Beate Uhse AG am Mittwoch.

Erst vor drei Wochen hatte Sprecherin Doreen Schink mitgeteilt, man suche keinen Ersatzstandort mehr. Jetzt aber habe sich „überraschend eine Option ergeben“, sagt sie.

Im altrosafarbenen Gebäude an der Tauentzienstraße stehen Büros leer, ein Plakat wirbt um Mieter.

Im Parterre verkauft ein „Quiksilver“-Modeladen, der bleibt. Oben war früher die City-Redaktion der „Berliner Morgenpost“. Die Ausstellungs- und Verkaufsräume des Museums und des Sexshops sollen in die erste Etage ziehen, unten kommt ein kleiner Eingangsbereich hinzu. Noch sei der Mietvertrag „nicht final unterschrieben“, sagt Sprecherin Schink, man stehe aber kurz davor. Die Eröffnung sei noch in diesem Jahr geplant.

Im Haus an der Joachimstaler Straße, Ecke Kantstraße gab es rund 2700 Quadratmeter in drei Etagen, von denen das Erotikmuseum zwei nutzte. Jetzt stehen nur noch 500 Quadratmeter zur Verfügung, davon 300 für das Museum. Die Etage bestehe aus einigen kleinen Räumen, in denen man vermehrt Wechselausstellungen zeigen wolle, erläutert die Sprecherin.

Vor allem aber geht es mit dem Abschied aus der Bahnhofsgegend am Zoo um ein neues Ladenkonzept, auf das die Beate Uhse AG auch andernorts setzt. Ein Sexkino oder Videokabinen wird es in der Tauentzienstraße nicht geben – solche Angebote sind durch die vielen Pornoangebote im Internet kaum noch gefragt.

Jetzt will man vor allem Frauen und Paare anlocken. Die Kundschaft von Beate Uhse bestehe inzwischen zu mehr als 70 Prozent aus Frauen, sagt Doreen Schink. Früher hätten sich diese kaum in einen Sexshop getraut, heute gehöre dies „zu einem normalen Einkaufsbummel“. Erotikspielzeug zum Beispiel habe ein ansprechenderes Design als früher und kein zweifelhaftes Image mehr. Dazu könne unter anderem die populäre amerikanische Fernsehserie „Sex and the City“ beigetragen haben.

Die Neuausrichtung des Konzerns zeigt sich auch auf dessen Webseite, wo als erstes Angebote für Frauen ins Auge springen, und am pinkfarbenen neuen Logo mit einem geschwungenen Schriftzug und einem Herz.

Das KaDeWe sei von ihr informiert worden und habe sich dafür bedankt, sagt die Sprecherin. Abgesehen von dem Warenhaus und Peek & Cloppenburg ist die Umgebung geprägt von internationalen Filialisten, die Mode zu niedrigen bis mittleren Preisen anbieten und damit viele Touristen anlocken. Bei den Passantenzahlen liegt die Tauentzienstraße unter Berlins Einkaufsstraßen auf dem ersten Platz.

Am alten Beate-Uhse-Standort rückt der für 2015 geplante Abriss erkennbar näher. Für „abbruchvorbereitende Maßnahmen“ stehen Gerüste an der als Schmuddelecke verrufenen Passage zwischen Hardenberg-, Kant- und Joachimstaler Straße.

Der US-Investor Hines plant ein neues Geschäftsgebäude mit Läden und Büros, das wegen des geltenden Baurechts aber kein Hochhaus werden soll. Mitte September wollen Hines und das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf die Neubauentwürfe vorstellen.

Der Tagesspiegel, [28.08.2014]