Ihr Browser unterstützt kein Java-Script, bitte aktivieren!
GO! Ricerca comfort (p. es. secondo orari d'apertura)
Novità dalla regione Novità Berlin Kurfürstendamm
Wowereit und Brüderle erobern die ITB
Das Schöne an der ITB ist, dass dort alles schön ist: Auf Messerundgang mit Wowereit und Brüderle

Ein Riesending. Obwohl es auf der ITB weder Pferde noch Ochsen gibt, obwohl dort weder Showstars noch Köche herumhüpfen, nimmt sie inzwischen mehr Platz weg als Grüne Woche oder Funkausstellung. Das Prinzip Fernweh funktioniert und macht diese Messe zur mit Abstand weltläufigsten der Stadt; die Emirate, Kalifate und Sultanate dieser Welt sind geschlossen zur Präsentation angetreten, alle anderen möglichen Traumziele ebenfalls.

Der Schauwert für Nicht- Profis bleibt dagegen eher gering. Richtig lustig ist es vor allem am ersten Tag, und zwar überall dort, wo sich die Kurzreisenden Wowereit und Brüderle zum Rundgang einfinden und ausgeklügelten Torturen unterzogen werden. Bei Air Berlin beispielsweise gibt es Currywurst, die aber erst eingenommen werden darf, nachdem drei Sopranistinnen in sehr engen schwarzen Kleidern den wichtigen Gästen mit sattem Vibrato dreistimmig „O sole mio“ vorgetragen haben. Also ist sie lauwarm.

Doch das ist noch nicht alles, denn droben im ersten Stock, dem Vip-Bereich, wartet noch die Premiere der neuen Firmenhymne, ebenfalls exekutiert durch die drei Sängerinnen. Im Text wird viel geflogen und geglaubt und geträumt. Die Musik klingt, als hätte das Phantom der Oper irgendwas Falsches geraucht. Folglich stehen Minister und Bürgermeister baff da, Air-Berlin-Chef Hunold beginnt, enthusiastisch auf drei zu klatschen. Was sollen Wowereit und Brüderle tun? Sie klatschen mit und erzeugen damit einen Stimmungshöhepunkt der ITB.

In der großen Halle Polens werden die beiden Politiker nur von dezentem Wellness-Geklimper empfangen. Und die deutsche Tourismus-Zentrale, die sie nach hektischem Herumfahren übers Messegelände ebenfalls erreichen, spielt gar keine Musik und wird deshalb in Sachen Small Talk eher knapp gehalten.

Das Schöne an der ITB ist, dass dort alles schön ist. Alle teilnehmenden Länder gebieten über pittoreske Palazzi, türkisblaue Lagunen oder wenigstens akkurat durchgefegte Wüsten, und selbst eher fragwürdige Schurkenstaaten garantieren den Touristen einen Grad von Lebensqualität, wie er selbst an der Elbchaussee nur stellenweise erreicht wird. Fünf- Sterne-Urlaub kann man praktisch überall machen, lautet die Botschaft, Nordkorea vielleicht mal ausgenommen. Und wenn das Geld nicht reicht, packt der fernwehkranke Besucher die Info-Tüte der „Tropical Islands“ in Krausnick/Brandenburg etwas fester und schwenkt sie entschlossen vor dem Stand der Malediven, kann ja sein, dass dabei was überkommt. Flache Agrarländer, wie sie vor allem im deutschen Osten vorkommen, präsentieren sich als wohlig warme Sauna- und Badelandschaft, eine Wanne voll Heilschlamm findet sich noch im letzten Haufendorf.

Ein großer Teil der Ausstellung ist für Amateure ungeeignet. Es handelt sich um das weite Feld der Software, der Buchungsportale und anderer Hilfsmittel, ohne die heute selbst die Pension Hildegard in Süderbrüsum keine Überlebenschance mehr hat. Die fetten Kataloge, die überall ausliegen, wirken angesichts dieser Perspektiven hoffnungslos altmodisch. Aber wer sie alle durchblättert, der hat auch irgendwie Urlaub gemacht, und das für gerade einmal 14 Euro.
Wowereit und Brüderle erobern die ITB
Das Schöne an der ITB ist, dass dort alles schön ist: Auf Messerundgang mit Wowereit und Brüderle

Ein Riesending. Obwohl es auf der ITB weder Pferde noch Ochsen gibt, obwohl dort weder Showstars noch Köche herumhüpfen, nimmt sie inzwischen mehr Platz weg als Grüne Woche oder Funkausstellung.
Das Schöne an der ITB ist, dass dort alles schön ist: Auf Messerundgang mit Wowereit und Brüderle

Ein Riesending. Obwohl es auf der ITB weder Pferde noch Ochsen gibt, obwohl dort weder Showstars noch Köche herumhüpfen, nimmt sie inzwischen mehr Platz weg als Grüne Woche oder Funkausstellung. Das Prinzip Fernweh funktioniert und macht diese Messe zur mit Abstand weltläufigsten der Stadt; die Emirate, Kalifate und Sultanate dieser Welt sind geschlossen zur Präsentation angetreten, alle anderen möglichen Traumziele ebenfalls.

Der Schauwert für Nicht- Profis bleibt dagegen eher gering. Richtig lustig ist es vor allem am ersten Tag, und zwar überall dort, wo sich die Kurzreisenden Wowereit und Brüderle zum Rundgang einfinden und ausgeklügelten Torturen unterzogen werden. Bei Air Berlin beispielsweise gibt es Currywurst, die aber erst eingenommen werden darf, nachdem drei Sopranistinnen in sehr engen schwarzen Kleidern den wichtigen Gästen mit sattem Vibrato dreistimmig „O sole mio“ vorgetragen haben. Also ist sie lauwarm.

Doch das ist noch nicht alles, denn droben im ersten Stock, dem Vip-Bereich, wartet noch die Premiere der neuen Firmenhymne, ebenfalls exekutiert durch die drei Sängerinnen. Im Text wird viel geflogen und geglaubt und geträumt. Die Musik klingt, als hätte das Phantom der Oper irgendwas Falsches geraucht. Folglich stehen Minister und Bürgermeister baff da, Air-Berlin-Chef Hunold beginnt, enthusiastisch auf drei zu klatschen. Was sollen Wowereit und Brüderle tun? Sie klatschen mit und erzeugen damit einen Stimmungshöhepunkt der ITB.

In der großen Halle Polens werden die beiden Politiker nur von dezentem Wellness-Geklimper empfangen. Und die deutsche Tourismus-Zentrale, die sie nach hektischem Herumfahren übers Messegelände ebenfalls erreichen, spielt gar keine Musik und wird deshalb in Sachen Small Talk eher knapp gehalten.

Das Schöne an der ITB ist, dass dort alles schön ist. Alle teilnehmenden Länder gebieten über pittoreske Palazzi, türkisblaue Lagunen oder wenigstens akkurat durchgefegte Wüsten, und selbst eher fragwürdige Schurkenstaaten garantieren den Touristen einen Grad von Lebensqualität, wie er selbst an der Elbchaussee nur stellenweise erreicht wird. Fünf- Sterne-Urlaub kann man praktisch überall machen, lautet die Botschaft, Nordkorea vielleicht mal ausgenommen. Und wenn das Geld nicht reicht, packt der fernwehkranke Besucher die Info-Tüte der „Tropical Islands“ in Krausnick/Brandenburg etwas fester und schwenkt sie entschlossen vor dem Stand der Malediven, kann ja sein, dass dabei was überkommt. Flache Agrarländer, wie sie vor allem im deutschen Osten vorkommen, präsentieren sich als wohlig warme Sauna- und Badelandschaft, eine Wanne voll Heilschlamm findet sich noch im letzten Haufendorf.

Ein großer Teil der Ausstellung ist für Amateure ungeeignet. Es handelt sich um das weite Feld der Software, der Buchungsportale und anderer Hilfsmittel, ohne die heute selbst die Pension Hildegard in Süderbrüsum keine Überlebenschance mehr hat. Die fetten Kataloge, die überall ausliegen, wirken angesichts dieser Perspektiven hoffnungslos altmodisch. Aber wer sie alle durchblättert, der hat auch irgendwie Urlaub gemacht, und das für gerade einmal 14 Euro.

Der Tagesspiegel, [11.03.2010]; Foto: ITB Berlin

 
Theatertreffen 2010
"Theater-Oscars" in Berlin

Vom 7. bis 24. Mai 2010 trifft sich die deutschsprachige Theaterszene beim Bühnenoscar.
"Theater-Oscars" in Berlin

Vom 7. bis 24. Mai 2010 trifft sich die deutschsprachige Theaterszene beim Bühnenoscar. Im Haus der Berliner Festspiele versammeln sich Regisseure und Darsteller, Theatermacher und Journalisten, Dramatiker und theaterbegeisterte Gäste aus dem In- und Ausland.

Auf der Suche nach den 10 bemerkenswerten Inszenierungen der Spielzeit reiste die Kritikerjury ein Jahr lang durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Über 350 Stücke sichteten die Juroren in den Metropolen und in der Provinz. Fündig wurden sie in Berlin, Graz, Hamburg, Köln, München und Wien. Damit ist Österreich mit vier nominierten Produktionen der große Gewinner dieses Jahrgangs.

Deutschlands wichtigstes Theaterfestival versammelt das Who is Who der Regisseure: Karin Beier, Stephan Kimmig, Andreas Kriegenburg, Luk Perceval, Nicolas Stemann. Erstmals stellt das Theatertreffen die bemerkenswerten deutschsprachigen Inszenierungen im internationalen Kontext vor: Der 31-jährige Ungar Viktor Bodó hat mit seiner Bearbeitung von Peter Handkes "Die Stunde da wir nichts voneinander wußten" ein kleines Theaterwunder vollbracht. Die junge "Szputnyik Shipping Company" aus Budapest setzt in dieser Koproduktion mit dem Grazer Schauspiel 100 Minuten blanke Spiellust frei: eine hinreißend choreographierte multimediale Symphonie der Großstadt. Überraschend ist auch die Einladung des Künstlerduos Kelly Copper und Pavol Liska mit dem New Yorker "Nature Theater of Oklahoma". In Zusammenarbeit mit dem Wiener Burgtheater haben sie mit "Life and Times – Episode 1" ein herrlich schräges Musical komponiert. In der Regie des holländisch-flämischen Künstlerduos Johan Simons und Paul Koek wird aus "Kasimir und Karoline" ein Stück energiegeladenes Musiktheater. Diese Inszenierung vom Schauspiel Köln lässt die heutige Zeit spüren – jenseits jeglicher Folklore. Mit seiner 14. Einladung ist der Schweizer Christoph Marthaler Stammgast beim Bestentreffen. Sein Stillstandstheater zur Wirtschaftskrise "Riesenbutzbach. Eine Dauerkolonie" erlangte bereits Kultstatus.

Das dichte Festivalprogramm ist 2010 geprägt von Gegenwartsdramatik, Film- und Romanadaptionen, lebensweltbezogenen Projekten und performativen Inszenierungen.

Garantiert ist hochkarätiges Schauspielertheater mit: Daniel Hoevels, Judith Hofmann, Christoph Homberger, Jürg Kienberger, Hans Kremer, Barbara Nüsse, Annette Paulmann, Christiane von Poelnitz, Falk Rockstroh, Lars Rudolph, Maria Schrader, Bernd Stempel, Bettina Stucky, Victoria Trauttmansdorff, Julia Wieninger, Susanne Wolff, Patrycia Ziolkowska u.a.

Neben den großen Gastspielen gewinnen die drei Talente-Plattformen beim Theatertreffen immer mehr an Bedeutung. Der Stückemarkt für Gegenwartsdramatik ist ein Karrieresprungbrett für noch unentdeckte Dramatiker aus ganz Europa und fördert seine Autoren nachhaltig. Junge Theatertalente aus aller Welt tauschen sich beim Internationalen Forum mit erfahrenen Theatermachern aus. Das Theatertreffen-Blog bietet ambitionierten Nachwuchs-Journalisten die Chance, sich im Bereich des Online-Feuilletons zu profilieren.

Darüber hinaus lockt ein reiches Rahmenprogramm mit Diskussionen, Preisverleihungen, Konzerten und Partys ins Haus der Berliner Festspiele.

Weitere Informationen unter: www.berlinerfestspiele.de

 
Baubeginn am Stuttgarter Platz
Entfall der Stellplätze

Ab Mittwoch, den 10.03.2010, werden am östlichen Teil des Stuttgarter Platzes und ab Mittwoch, den 17.03.2010, am westlichen Teil Abbrucharbeiten durchgeführt.
Entfall der Stellplätze

Ab Mittwoch, den 10.03.2010, werden am östlichen Teil des Stuttgarter Platzes und ab Mittwoch, den 17.03.2010, am westlichen Teil Abbrucharbeiten durchgeführt. Die ersten vorbereitenden Arbeiten zur Herstellung der Parkanlage am Stuttgarter Platz, wie Rodungsarbeiten und die Aufstellung eines Bauzauns, sind bereits erfolgt.

Verkehrs- und Umweltstadträtin Martina Schmiedhofer:
"Die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf hatte den Bau einer Grünanlage auf der derzeit überwiegend als Parkplatz genutzten Fläche des Stuttgarter Platzes beschlossen. Damit sollen die Vegetationsverluste, die bei der Sanierung der S-Bahnlinie S 7 und der "Umklappung" des S-Bahnhofes entstanden sind, als naturschutzrechtliche Er­satzmaßnahme kompensiert werden. Außerdem soll die Grünanlage den jetzt eher unattraktiven Stadtraum aufwerten und zu einer Erholungs- und Freizeitfläche für die Anwohnerinnen und Anwohner werden.

Dies bedeutet für die bisherigen Nutzerinnen und Nutzer des Parkplatzes eine grundlegende Änderung: Die Stellplätze fallen ersatzlos weg. Es ist daher zu empfehlen, sich vorzubereiten und rechtzeitig Alternativen zu suchen. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist exzellent. Darüber hinaus existieren in der näheren Umgebung zahlreiche Parkhäuser, die erfahrungsgemäß häufig freie Plätze haben."

 

 
Das Schöne an der ITB ist, dass dort alles schön ist: Auf Messerundgang mit Wowereit und Brüderle

Ein Riesending. Obwohl es auf der ITB weder Pferde noch Ochsen gibt, obwohl dort weder Showstars noch Köche herumhüpfen, nimmt sie inzwischen mehr Platz weg als Grüne Woche oder Funkausstellung. Das Prinzip Fernweh funktioniert und macht diese Messe zur mit Abstand weltläufigsten der Stadt; die Emirate, Kalifate und Sultanate dieser Welt sind geschlossen zur Präsentation angetreten, alle anderen möglichen Traumziele ebenfalls.

Der Schauwert für Nicht- Profis bleibt dagegen eher gering. Richtig lustig ist es vor allem am ersten Tag, und zwar überall dort, wo sich die Kurzreisenden Wowereit und Brüderle zum Rundgang einfinden und ausgeklügelten Torturen unterzogen werden. Bei Air Berlin beispielsweise gibt es Currywurst, die aber erst eingenommen werden darf, nachdem drei Sopranistinnen in sehr engen schwarzen Kleidern den wichtigen Gästen mit sattem Vibrato dreistimmig „O sole mio“ vorgetragen haben. Also ist sie lauwarm.

Doch das ist noch nicht alles, denn droben im ersten Stock, dem Vip-Bereich, wartet noch die Premiere der neuen Firmenhymne, ebenfalls exekutiert durch die drei Sängerinnen. Im Text wird viel geflogen und geglaubt und geträumt. Die Musik klingt, als hätte das Phantom der Oper irgendwas Falsches geraucht. Folglich stehen Minister und Bürgermeister baff da, Air-Berlin-Chef Hunold beginnt, enthusiastisch auf drei zu klatschen. Was sollen Wowereit und Brüderle tun? Sie klatschen mit und erzeugen damit einen Stimmungshöhepunkt der ITB.

In der großen Halle Polens werden die beiden Politiker nur von dezentem Wellness-Geklimper empfangen. Und die deutsche Tourismus-Zentrale, die sie nach hektischem Herumfahren übers Messegelände ebenfalls erreichen, spielt gar keine Musik und wird deshalb in Sachen Small Talk eher knapp gehalten.

Das Schöne an der ITB ist, dass dort alles schön ist. Alle teilnehmenden Länder gebieten über pittoreske Palazzi, türkisblaue Lagunen oder wenigstens akkurat durchgefegte Wüsten, und selbst eher fragwürdige Schurkenstaaten garantieren den Touristen einen Grad von Lebensqualität, wie er selbst an der Elbchaussee nur stellenweise erreicht wird. Fünf- Sterne-Urlaub kann man praktisch überall machen, lautet die Botschaft, Nordkorea vielleicht mal ausgenommen. Und wenn das Geld nicht reicht, packt der fernwehkranke Besucher die Info-Tüte der „Tropical Islands“ in Krausnick/Brandenburg etwas fester und schwenkt sie entschlossen vor dem Stand der Malediven, kann ja sein, dass dabei was überkommt. Flache Agrarländer, wie sie vor allem im deutschen Osten vorkommen, präsentieren sich als wohlig warme Sauna- und Badelandschaft, eine Wanne voll Heilschlamm findet sich noch im letzten Haufendorf.

Ein großer Teil der Ausstellung ist für Amateure ungeeignet. Es handelt sich um das weite Feld der Software, der Buchungsportale und anderer Hilfsmittel, ohne die heute selbst die Pension Hildegard in Süderbrüsum keine Überlebenschance mehr hat. Die fetten Kataloge, die überall ausliegen, wirken angesichts dieser Perspektiven hoffnungslos altmodisch. Aber wer sie alle durchblättert, der hat auch irgendwie Urlaub gemacht, und das für gerade einmal 14 Euro.

Der Tagesspiegel, [11.03.2010]; Foto: ITB Berlin

 
"Theater-Oscars" in Berlin

Vom 7. bis 24. Mai 2010 trifft sich die deutschsprachige Theaterszene beim Bühnenoscar. Im Haus der Berliner Festspiele versammeln sich Regisseure und Darsteller, Theatermacher und Journalisten, Dramatiker und theaterbegeisterte Gäste aus dem In- und Ausland.

Auf der Suche nach den 10 bemerkenswerten Inszenierungen der Spielzeit reiste die Kritikerjury ein Jahr lang durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Über 350 Stücke sichteten die Juroren in den Metropolen und in der Provinz. Fündig wurden sie in Berlin, Graz, Hamburg, Köln, München und Wien. Damit ist Österreich mit vier nominierten Produktionen der große Gewinner dieses Jahrgangs.

Deutschlands wichtigstes Theaterfestival versammelt das Who is Who der Regisseure: Karin Beier, Stephan Kimmig, Andreas Kriegenburg, Luk Perceval, Nicolas Stemann. Erstmals stellt das Theatertreffen die bemerkenswerten deutschsprachigen Inszenierungen im internationalen Kontext vor: Der 31-jährige Ungar Viktor Bodó hat mit seiner Bearbeitung von Peter Handkes "Die Stunde da wir nichts voneinander wußten" ein kleines Theaterwunder vollbracht. Die junge "Szputnyik Shipping Company" aus Budapest setzt in dieser Koproduktion mit dem Grazer Schauspiel 100 Minuten blanke Spiellust frei: eine hinreißend choreographierte multimediale Symphonie der Großstadt. Überraschend ist auch die Einladung des Künstlerduos Kelly Copper und Pavol Liska mit dem New Yorker "Nature Theater of Oklahoma". In Zusammenarbeit mit dem Wiener Burgtheater haben sie mit "Life and Times – Episode 1" ein herrlich schräges Musical komponiert. In der Regie des holländisch-flämischen Künstlerduos Johan Simons und Paul Koek wird aus "Kasimir und Karoline" ein Stück energiegeladenes Musiktheater. Diese Inszenierung vom Schauspiel Köln lässt die heutige Zeit spüren – jenseits jeglicher Folklore. Mit seiner 14. Einladung ist der Schweizer Christoph Marthaler Stammgast beim Bestentreffen. Sein Stillstandstheater zur Wirtschaftskrise "Riesenbutzbach. Eine Dauerkolonie" erlangte bereits Kultstatus.

Das dichte Festivalprogramm ist 2010 geprägt von Gegenwartsdramatik, Film- und Romanadaptionen, lebensweltbezogenen Projekten und performativen Inszenierungen.

Garantiert ist hochkarätiges Schauspielertheater mit: Daniel Hoevels, Judith Hofmann, Christoph Homberger, Jürg Kienberger, Hans Kremer, Barbara Nüsse, Annette Paulmann, Christiane von Poelnitz, Falk Rockstroh, Lars Rudolph, Maria Schrader, Bernd Stempel, Bettina Stucky, Victoria Trauttmansdorff, Julia Wieninger, Susanne Wolff, Patrycia Ziolkowska u.a.

Neben den großen Gastspielen gewinnen die drei Talente-Plattformen beim Theatertreffen immer mehr an Bedeutung. Der Stückemarkt für Gegenwartsdramatik ist ein Karrieresprungbrett für noch unentdeckte Dramatiker aus ganz Europa und fördert seine Autoren nachhaltig. Junge Theatertalente aus aller Welt tauschen sich beim Internationalen Forum mit erfahrenen Theatermachern aus. Das Theatertreffen-Blog bietet ambitionierten Nachwuchs-Journalisten die Chance, sich im Bereich des Online-Feuilletons zu profilieren.

Darüber hinaus lockt ein reiches Rahmenprogramm mit Diskussionen, Preisverleihungen, Konzerten und Partys ins Haus der Berliner Festspiele.

Weitere Informationen unter: www.berlinerfestspiele.de

 
Entfall der Stellplätze

Ab Mittwoch, den 10.03.2010, werden am östlichen Teil des Stuttgarter Platzes und ab Mittwoch, den 17.03.2010, am westlichen Teil Abbrucharbeiten durchgeführt. Die ersten vorbereitenden Arbeiten zur Herstellung der Parkanlage am Stuttgarter Platz, wie Rodungsarbeiten und die Aufstellung eines Bauzauns, sind bereits erfolgt.

Verkehrs- und Umweltstadträtin Martina Schmiedhofer:
"Die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf hatte den Bau einer Grünanlage auf der derzeit überwiegend als Parkplatz genutzten Fläche des Stuttgarter Platzes beschlossen. Damit sollen die Vegetationsverluste, die bei der Sanierung der S-Bahnlinie S 7 und der "Umklappung" des S-Bahnhofes entstanden sind, als naturschutzrechtliche Er­satzmaßnahme kompensiert werden. Außerdem soll die Grünanlage den jetzt eher unattraktiven Stadtraum aufwerten und zu einer Erholungs- und Freizeitfläche für die Anwohnerinnen und Anwohner werden.

Dies bedeutet für die bisherigen Nutzerinnen und Nutzer des Parkplatzes eine grundlegende Änderung: Die Stellplätze fallen ersatzlos weg. Es ist daher zu empfehlen, sich vorzubereiten und rechtzeitig Alternativen zu suchen. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist exzellent. Darüber hinaus existieren in der näheren Umgebung zahlreiche Parkhäuser, die erfahrungsgemäß häufig freie Plätze haben."

 
Berliner Hoteliers blicken auf einen erfolgreichen Start ins neue Jahr zurück

Trotz der Minusgrade kamen im Januar mehr Touristen als im Vorjahresmonat. Italiener und Franzosen besuchen die Hauptstadt besonders häufig. Insgesamt meldeten die Beherbergungsstätten in der Hauptstadt rund 527.500 neu angekommene Gäste, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Das sind 13,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Übernachtungen stieg nach vorläufigen Berechnungen um 16,7 Prozent auf fast 1,2 Millionen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 2,2 Tagen unverändert.

Besucher aus dem Ausland ( 16,8 Prozent) waren den Statistikern zufolge stärker am Wachstum beteiligt als Gäste aus dem Inland ( 12,7 Prozent). Besonders aus Italien ( 44,8 Prozent) und aus Frankreich ( 41 Prozent) kamen deutlich mehr Touristen als vor einem Jahr.

Im Januar waren in Berlin 722 Beherbergungsstätten geöffnet, 66 mehr als ein Jahr zuvor. Zusammen boten sie 109.600 Betten an, 12,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die durchschnittliche Bettenauslastung lag bei 34,4 Prozent.

Die Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM) sprach von den „besten Januar-Tourismuszahlen aller Zeiten“. BTM-Chef Burkhard Kieker sagte, einerseits übe Berlin als Trendstadt „weiterhin eine große Magnetwirkung“ aus. Andererseits habe auch die Modewoche „Bread & Butter“ im Januar einen erheblichen Teil dazu beigetragen.

Der Tagesspiegel, [10.03.2010]

 
Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist entsetzt über die erneute Planung von Automatencasinos im Bahnhof Zoo

Erst acht Monate ist es her, dass die Bahn ihre Pläne für zwei Automatencasinos im Bahnhof Zoo nach vielen Protesten aufgab. Umso überraschter war der Charlottenburg-Wilmersdorfer Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU), als ihm Bahnvertreter jetzt erneut einen Bauantrag für eine Spielhalle an der Stelle des einstigen Bahnhofspostamts ankündigten – es gebe auch schon einen zehnjährigen Mietvertrag. Am Montag jedoch, nachdem Gröhler davon am Morgen im Stadtplanungsausschuss des Abgeordnetenhauses berichtet und die CDU scharfe Kritik geübt hatte, klang alles plötzlich wieder ganz anders. „Das Vorhaben wird nicht weiter verfolgt“, sagte ein Sprecher der Bahn auf Nachfrage.

Die AG City und das Bezirksamt hatten bereits während der Diskussionen im vorigen Sommer eine „Rückkehr zum Schmuddelimage“ befürchtet. Tagesspiegel-Leser sprachen sich in einer Pro-&-Contra-Abstimmung zu 99,1 Prozent gegen Spielhallen im Bahnhof aus. Die Gegend war vor allem durch das 1978 erschienene Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ bundesweit als Treffpunkt vom Drogensüchtigen und Strichern in Verruf geraten.

Vor diesem Hintergrund nannte die CDU-Stadtentwicklungsexpertin Stefanie Bung den neuen Vorstoß der Bahn gestern einen „Skandal“. Das Quartier solle aufgewertet und nicht durch Spielhallen „zusätzlich belastet“ werden. Außerdem müssten wieder Fernzüge am Zoo halten.

Vom zweiten Rückzieher des Konzerns bei der Spielhallenplanung erfuhr Stadtrat Gröhler am Montag erst nach der Ausschusssitzung. Wann genau sich die Bahn dazu entschloss, ist unklar. Ein Sprecher sagte, es habe für das „Freizeit- und Entertainmentzentrum“ im Bahnhof Zoo noch „keinen Antrag gegeben“. Die Überlegungen hätten im Zusammenhang mit einem „Masterplan“ für die Modernisierung des Bahnhofs gestanden.

Gröhler stellte klar, worum es bei diesem sogenannten Freizeitzentrum ging: „Ein bekanntes Unternehmen aus der Spielhallenbranche wollte zwölf Geldspielgeräte und weitere Geräte aufstellen.“ Bahnvertreter hätten ihn zusammen mit einer Managerin der Firma und einem Anwalt aufgesucht. Er habe deutlich gemacht, dass der Bezirk sich „notfalls bis vor das Bundesverwaltungsgericht“ wehren und „alle planungsrechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen“ werde. Gestern hatte Gröhler mit einem neuen Bebauungsplan gedroht, um dem angedachten Casino-Standort den Status als Eisenbahnfläche abzuerkennen. Denn baurechtlich seien solche Flächen nur für Nutzungen im Rahmen des Bahnbetriebs gedacht.Bezirkswirtschaftsstadtrat Marc Schulte (SPD) beklagt, Automatencasinos seien in der City-West eine „furchtbare Mode“. Dem Bezirk liegen mehr als ein Dutzend Anträge vor. Nur selten lassen sich die Neueröffnungen mit baurechtlichen Mitteln verhindern. So zog vor einiger Zeit ein Automatencasino in die ehemaligen Räume der Musikalienhandlung Riedel an der Uhlandstraße. Ebenfalls in der Uhlandstraße wird zurzeit ein Sexshop nahe der Ecke Kurfürstendamm zur Spielhalle umgebaut.

Das Casino im Bahnhof hätte aus Sicht der Kritiker auch die Arbeit der vier neuen Regionalmanager konterkariert, die im Auftrag des Senats, des Bezirks und der AG City im April eine Zukunftswerkstatt im benachbarten Amerika-Haus in der Hardenbergstraße eröffnen wollen. Einer von ihnen, der Stadtplaner Joachim Wolf, sieht sich vorrangig als Vermittler: Wäre die Bahn jetzt stur geblieben, sagt er, „hätten wir alle Seiten zur Diskussion eingeladen“.

Der Tagesspiegel, [09.03.2010]

 

 
Publikumspreis "Goldener Vorhang" wird an Walter Plathe überreicht

Vom 12. März bis 2. Mai 2010 steht Walter Plathe erneut als Heinrich Zille in Horst Pillaus "Zille" auf der Bühne des Theaters am Kurfürstendamm. Das Stück, das den Weg Zilles vom unbekannten Maler zum anerkannten Künstler nachzeichnet, lief bereits von Februar bis Mai 2009 im Theater am Kurfürstendamm und lockte damals mehr als 25.000 Besucher an. Auch die Presse war begeistert: So befand die >Berliner Morgenpost< nach der Uraufführung: "... facettenreiches Porträt, unterhaltsamer Theaterabend und ein Stück Urberliner Geschichte zugleich. Überaus gelungen!" und die "dpa" urteilte über Plathes Darstellung des bekannten Berliner Malers: "Die Rolle des 1929 gestorbenen Zeichners und Malers des Berliner ´Milljöhs´ ist dem im Berliner Scheunenviertel am Alexanderplatz aufgewachsenen Schauspieler wie auf den Leib geschrieben [...]."

Für seine Darstellung des Berliner Urgesteins wurde Walter Plathe bereits im November 2009 mit dem Goldenen Vorhang des Berliner Theaterclubs e.V. als beliebtester Schauspieler der Bühnensaison 2008/2009 geehrt. Da er den Publikumspreis damals nicht entgegen nehmen konnte, wird ihm dieser nun nachträglich am kommenden Freitag, dem 12. März, nach der Vorstellung von Otfried Laur, dem Präsidenten des Berliner Theaterclubs, überreicht.

Den Goldenen Vorhang gibt es seit 1976 und ist der einzige Schauspielerpreis, der direkt vom Publikum vergeben wird.

"Zille", 12. März - 2. Mai 2010
Karten unter 030/88591188 oder www.komoedie-berlin.de

 
Die "Ski-Hütte" am Zoo muss Ende März schließen

Die "Ski Hütte" ist das älteste Sportfachgeschäft der Stadt – es wurde 1924 an der Jüdenstraße in Mitte gegründet, war bereits 1936 Ausstatter der Olympischen Spiele in Berlin und besteht seit 65 Jahren am heutigen Standort in der Kant-/ Ecke Joachimstaler Straße. Doch bald müssen sich die Kunden, zu denen Sportstars wie Franziska van Almsick gehören, ihre Sportartikel woanders kaufen: Ende März ist Schluss. Denn Jürgen Merker und seine Frau, die den Laden 1995 vom Sohn des Gründers übernommen hatten, konnten zuletzt die Miete nicht mehr aufbringen. Trotzdem denkt der 72-jährige Merker nicht an den Ruhestand und hofft auf einen neuen Standort.

„Wir haben mehrere Monate lang keine Miete gezahlt“, gibt Merker zu, daraufhin sei der Vertrag gekündigt worden. Im Geschäftshaus „City Light House“ sei die Miete für die insgesamt 110 Quadratmeter zu hoch – sie betrage 97 Euro pro Quadratmeter im Parterre und 19 Euro im Untergeschoss. Und wegen der benachbarten Großbaustelle des „Zoofenster“-Hochhauses in der Kantstraße gebe es weniger Laufkundschaft als früher. „Die Miete war so hoch wie unser Umsatz“, sagt Merker, „es ist ein Wunder, dass wir überhaupt so lange durchgehalten haben“. Die Vermieter – ein Immobilienfonds der Schweizer Großbank Credit Suisse – habe eine Zeit lang der Bitte nach einer Mietminderung entsprochen, seit Anfang 2009 aber wieder den vollen Preis verlangt.

Auch Baumängel führten laut Merker zum Aus. Zu erheblichen Einbußen habe vor allem ein Wasserschaden vor fünf Jahren geführt, nach dem man lange ein Drittel der Verkaufsfläche habe sperren müssen. 2006 sei während der Fußball-WM die Klimaanlage ausgefallen, „im Untergeschoss war es 42 Grad heiß“. Auch seien die Eingangstüren häufig defekt, und das Gesundheitsamt habe mehrmals wegen einer Rattenplage eingegriffen – in Hohlräumen unter dem Fußboden verendeten immer welche, was zu schlimmem Gestank führe.

Ärger mit Vermietern ist für Merker nichts Neues. Vor zehn Jahren hatte er gegen den Eigentümer des damaligen Altbaus an gleicher Stelle geklagt, um den Abriss zu verhindern. Schließlich einigte man sich auf eine Rückkehr des Geschäfts in den Neubau „City Light House“ nach einer finanziellen Abfindung für die rund zweijährige Zwangspause. Einst hatte das Geschäft bis zu 20 Mitarbeiter, jetzt gibt es noch zwölf Festangestellte und fünf Aushilfen. Die meisten hätten – zum Teil durch seine Hilfe – neue Jobs in Aussicht, sagt Merker. Es gebe auch einen möglichen Ersatzstandort für die „Ski Hütte“, den er aber noch nicht nennen will. „Wenn es klappt, wäre die Eröffnung im September möglich.“ Dann könnte sein Sohn Fabian, der im Laden mitarbeitet, bald das Geschäft übernehmen. „Darauf habe ich seit langem hingearbeitet“, sagt der 24-Jährige.

Das gegenüberliegende Sportkaufhaus „Karstadt Sport“ im Neuen Kranzler-Eck sei kein Grund für den Niedergang, stellt Jürgen Merker klar. Beide Seiten hätten sogar kooperiert und Kunden, die nicht das Gesuchte fanden, auf das Sortiment des Nachbarn hingewiesen.

Derweil steht das Ende 2003 eröffnete „City Light House“ noch immer weitgehend leer. Hinter der Glasfassade sind nur wenige Büros in den acht Etagen vermietet. Im Oktober will jedoch das Postbank-Center aus dem Neuen Kranzler-Eck dorthin umziehen. Laut Sprecher geht es der Postbank um „größere und modernere“ Räume im dortigen Parterre. Ob dazu Teile der bisherigen „Ski Hütte“ gehören werden, konnte der Sprecher nicht sagen. Auch wer im Neuen Kranzler-Eck auf die Postbank folgt, ist offen. Nach Auskunft des dortigen Centermanagements wird zum zehnten Jubiläum der Passage in diesem Jahr gerade ein neues Nutzungskonzept erarbeitet.

Der Tagesspiegel, [08.03.2010]

 
Joachim E. Thomas wird demnächst Geschäftsführer des Olympiastadions

Der Neue hat eigentlich keine Zeit, Termine, Termine. Gerade sitzt er in Stuttgart, eine Konferenz, aber na gut: Müssen die Kollegen eben noch kurz warten, sagt Joachim E. Thomas am Telefon, „reden wir“. Reden übers Olympiastadion in Berlin – sein Olympiastadion.

Joachim E. Thomas ist 55 Jahre alt und bald Geschäftsführer des Olympiastadions. Seinen Job in Westend tritt er am 1. Juli an, der Vertrag läuft bis 2015. „Ich will mich voll auf Berlin einlassen und so schnell wie möglich zurück.“

Zurück? Groß geworden ist Joachim Emil Thomas am Rhein („man mag’s mir verzeihen, aber mein kölsche Hätz schlägt für den 1. FC Köln“), seine Mutter ist in Friedrichshain geboren, „meine Großeltern hatten eine Laube in Mahlsdorf“, und vor einigen Jahren hat er am Savignyplatz gewohnt, als er für Artur Brauner Filmproduktionen aufbaute. Berlin passt also schon mal gut, im Privaten.

Das Geschäft aber ist viel wichtiger, das Stadion ist schließlich ein Landesbetrieb. Viele Monate hat der Aufsichtsrat um Sportstaatssekretär Thomas Härtel nach einem Nachfolger gefahndet. Peter von Löbbecke wollte schon voriges Jahr „aus Altersgründen“ aufhören, aber das klappte nicht, somit hat der 67-Jährige noch ein Jahr drangehängt. Nun ist im Sommer Schluss nach sechs Jahren: Er habe zwei Weltmeisterschaften (2006 und 2009) erleben dürfen, viele Konzerte von Madonna über AC/DC bis zu Robbie Williams – „und auch Hertha“, sagt von Löbbecke. Das darf man als kleine Spitze verstehen, gab es doch so manchen heftigen Streit und absurde Prozesse hinter den Kulissen. Das Verhältnis zum Mieter – Hertha zahlt 175 000 Euro pro Spiel – hat sich wieder entspannt. 

Der Neue, ein Jurist, hat hingegen sehr enge Kontakte zu Hertha, da scheint’s keinen großen Ärger zu geben: Thomas ist Aufsichtsrat der Berliner Zächel AG, die sich seit Jahren um die Vips im Stadion kümmert und wiederum eng verbandelt ist mit Herthas Vermarkter Sportfive.

Kungelei? „Er muss das mit uns abstimmen. Einen Interessenkonflikt darf es nicht geben“, sagt Staatssekretär Härtel. Und Thomas stellt schnell klar: „Ich lege mein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender im Sommer natürlich nieder.“

Für den 55-Jährigen, der derzeit fürs Stadion in Frankfurt am Main arbeitet, sprechen andere Dinge. Nur ein kurzer Blick in den Lebenslauf: Er kann Massenveranstaltungen organisieren (2005, der Weltjugendtag in Köln), kennt den Markt der konkurrierenden Großhallen (er war Programmdirektor der größten deutschen Arena, der in Köln), er kennt die Medienszene (als Marketingchef bei n-tv), kann Festivals etablieren (als Direktor des Schleswig-Holstein-Klassikfestivals) und versteht sich mit den Kollegen: Gestern wurde er in Stuttgart als Vorstandschef der „Vereinigung deutscher Stadionbetreiber“ wiedergewählt.

In Berlin soll er das Stadion als Sehenswürdigkeit etablieren, es pilgern schließlich 250 000 Besucher außerhalb von Veranstaltungen in die Arena; er soll den weitgehend ignorierten Olympiapark mit in den Blick nehmen. Und natürlich soll er Events in die Vip-Räume ködern und Konzertveranstalter anlocken, nicht nur die Megastars. Warum sollte das Stadion nicht mal quer bespielt werden – also mit einer Bühne vor der Haupttribüne, auf der 20 000 Zuschauer Platz haben?

Der scheidende Manager Peter von Löbbecke sagt: „Er war mein Wunschkandidat.“ Sportstaatssekretär Thomas Härtel formuliert es pathetisch: „Er ist ein Gewinn für unsere Stadt“. Und Thomas? „Nun lassen Sie mich doch erst mal nach Berlin kommen, dann reden wir weiter.“ Er muss erst mal alle kennenlernen. So wie Hertha-Manager Michael Preetz. Den hat er Mittwochnacht beim Länderspiel in München getroffen und gesagt: „Ich bin der Neue.“

Der Tagesspiegel, [05.03.2010]

 
"Renaissance der Franzosen"

Erleben Sie in der Brasserie Le Faubourg diesen Monat das 5-Gang März-Menü der Berliner Morgenpost, wie immer inklusive korrespondierenden Weine!

Das schreibt die Berliner Morgenpost:
"Renaissance der Franzosen"
"(...) Ein solcher Vertreter der modernen französischen Linie ist die weltstädtische Kudamm-Brasserie Le Faubourg mit Jörg Schlüßler am Herd, der gemeinsam mit dem Küchendirektor Guido Kruse ein spürbar vor Kreativität und Arbeitsfreude sprühendes Team bildet. (...)"

menu du mars

meli melo von gänseleber mit sauternesgelee
dazu 2005er château le thibaut, monbazillac aoc

kalbsbouillon mit ingwertee parfümiert und gefüllter stockentenroulade
dazu 2008er mâcon blanc villages, louis jadot

gebratener steinbutt mit kubebenpfeffer und hummersalpicon an jungen spargel und vanillepüree
dazu 2009er perrin blanc, côtes du luberon

bleu d´auvergne mit karamelisierten feigen
dazu 2007er black print cuvée, markus schneider
eispraline an cantaloupe melone mit birnen-vanille schaum
dazu crémant bien-être

5 Gänge inklusive korrespondierender Weine
(pro Gang ein Glas)
für 59,50 € pro Person

Bitte reservieren Sie rechtzeitig:
Tel.: 030 800 999 7700
lefaubourg@concorde-hotels.com

Bon appétit

 
Vom 10. bis 20. Februar 2011 werden wieder Filme von allen Kontinenten gezeigt

Knapp zwei Wochen nach der Jubiläums-Berlinale steht bereits der Termin für die 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin fest. Vom 10. bis 20. Februar 2011 zeigt das größte Publikumsfestival der Welt wieder Filme von allen Kontinenten. Bei der 60. Berlinale sei mit 300 000 verkauften Tickets ein Besucherrekord aufgestellt worden, teilte das Festival am Donnerstag mit. Auch das Interesse der Fachbesucher war ungebrochen: Rund 20 000 Akkreditierte aus 122 Ländern kamen zum Festival, darunter 4000 Pressevertreter. Der Goldene Bär ging dieses Jahr an den türkischen Film "Honig" von Regisseur Semih Kaplanoglu.

Berliner Zeitung, [04.03.2010]

 
Eine Dessous-Legende verlässt Lady M

Heide Meyer, bekannt aus Funk und Fernsehen, verabschiedet sich nach 38 Jahren Selbstständigkeit und 52 Jahren Berufserfahrung von Ihrer Lady M.

Für die erfahrene Unternehmerin, ist es aber selbstverständlich, dass sie für das bekannte und beliebte Dessous Geschäft eine würdige Nachfolgerin gesucht hat, damit ihre Kunden auch weiterhin ihre Wünsche, in allen Facetten, erfüllt bekommen.

Aber auch war es ihr ganz besonders wichtig, dass die hervorragend ausgebildeten und kompetenten Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten.

Diese quirlige und nie stillstehende Unternehmerin wird sich aber nicht in den wohlverdienten Ruhestand begeben, wie viele, nach so langer Tätigkeit, das erwarten.

Frau Meyer hat sich ein neues Ziel gesetzt. Einzelhandelskauffrauen und Verkäuferinnen besser auszubilden, um Ihnen ihren Beruf in seiner ursprünglichen Form und die spezielle Herausforderung, die der Beruf mit sich bringt, wieder näher zu bringen.

Und ein ganz großes Anliegen ist für sie, Unternehmerinnen zu finden, die sich in der Dessous Branche selbstständig machen möchten, ihnen die Liebe zu dieser Branche vermittelt, um sie dann auf ihrem Weg zum Erfolg zu begleiten.

Kontakt: Heide Meyer
H.meyer@perfektepassform.de

Tel. 030-8816426
mobil 0171-8368193

 
Robbie Williams und Rihanna singen, Michael Jackson wurde disqualifiziert

Bei seinem letzten Echo-Auftritt schwebte er von der Hallendecke und sang "Give Peace a Chance". Das war vor sieben Jahren, kurz vor dem Irakkrieg, Robbie Williams wollte mit seiner Showeinlage ein Zeichen setzen.

Diesmal will er nur singen. Und sich nach Möglichkeit anschließend gleich noch eine Auszeichnung abholen, in der Kategorie „bester internationaler Popkünstler“ ist er haushoher Favorit. Ansonsten könnte die 19. Echo-Verleihung am heutigen Donnerstagabend auf dem Messegelände für Überraschungen gut sein: Neben den Auftritten von Robbie Williams und Rihanna kündigte der Veranstalter kurzfristig die Teilnahme von US-Sängerin Ke$ha an, die mit „Tik Tok“ gerade auf Platz eins der deutschen Charts steht. Ke$ha, die eigentlich Kesha Rose Sebert heißt, fiel erst kürzlich bei der Verleihung eines Schweizer Musikpreises durch die Ankündigung auf, einem der Preisträger auf der Aftershowparty „in den Hintern beißen“ zu wollen. Passiert ist aber nichts.

Rund 4000 Zuschauer dürfen sich die Show heute live unterm Funkturm angucken, alle anderen können die Verleihung im Fernsehen verfolgen, die ARD überträgt ab 20.15 Uhr. Auch Xavier Naidoo, Jan Delay und Gossip werden im Showprogramm auftreten. Besonders spannend wird die Entscheidung in der Kategorie „bestes Album des Jahres“, die zwischen Peter Fox, Lady Gaga, Depeche Mode und Rammstein fallen wird.

Disqualifiziert wurde Michael Jackson. Nach den Verkaufszahlen – und die sind für eine Echo-Nominierung entscheidend – hätte seine postum veröffentlichte Hit-Sammlung „King of Pop“ nämlich in die engere Auswahl kommen müssen. Den Regularien entsprechend muss der Interpret allerdings leben, um Aussicht auf einen Echo zu haben, heißt es. Trotzdem soll Jackson heute Abend gedacht werden – wie genau, wird ebenso geheim gehalten wie Details des Auftritts der Berliner Band Ich & Ich, der gestern bei einer Gala im Grill Royal vorab ein Echo als bestes Produzententeam zugesprochen wurde. Sänger Adel Tawil mag „nichts verraten, aber man wird uns hören wie noch nie“. Zudem könne es recht eng werden auf der Bühne, sagt er. Vielleicht wird Tawil von einem Kinderchor begleitet. Vielleicht von einem ganzen Orchester. Möglich auch, dass es zu einem Allstar-Auftritt aller anwesenden Künstler kommt, das gab es schon mehrfach beim Echo, zum Beispiel 1992, als die Scorpions sämtliche Musiker des Abends auf die Bühne baten und dann Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg und Marius Müller-Westernhagen gemeinsam „Wind of Change“ singen mussten.

Westernhagen ist auch heute wieder nominiert, in der Kategorie „bester nationaler Künstler“ hat er allerdings einen sehr schweren Stand gegen Peter Maffay. Der trägt am Abend ein Medley seiner größten Hits vor, von „Du“ bis „Über sieben Brücken musst Du gehen“.

Und noch ein Star hat sich kurzfristig für die Echo-Verleihung angemeldet. Allerdings möchte der weder singen noch Preise annehmen: Hollywood-Schauspieler Val Kilmer ließ am Dienstag telefonisch bei den Veranstaltern anfragen, ob diese nicht noch einen Platz im Publikum bereitstellen könnten – dann würde er nämlich spontan nach Berlin fliegen, er sei sowieso gerade wegen Dreharbeiten in Paris. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Sie können.

Der Tagesspiegel, [04.03.2010]

 
Grund: Seine Gefährtin Giovanna und er haben denselben Großvater

Die Tierschutzorganisation Peta plädiert für eine Entmannung von Deutschlands berühmten Eisbär Knut. Das im Berliner Zoo lebende dreijährige Raubtier müsse kastriert werden, um Inzucht zu vermeiden, erklärte die Vereinigung am Dienstag in Gerlingen. Knut und seine gleichaltrige derzeitige Gefährtin Giovanna hätten mit Eisbär Olaf denselben Großvater.

Der Zusammenschluss der beiden Jungtiere berge die Gefahr, dem von den Zoos angestrebten Erhaltungszuchtprogramm zu schaden, die genetische Vielfalt unter den Eisbären zu reduzieren und sogenannte Inzuchtdepressionen bei Nachfahren auszulösen, erklärte Peta-Zooexperte Frank Albrecht: „Knut-Fans sollten sich bewusst sein, dass nur die Kastration von Knut ein dauerhaftes Zusammenleben mit Giovanna erlaubt.“

Das Eisbärenmädchen lebt eigentlich im Münchner Zoo, war wegen Bauarbeiten an ihrem Gehege im vergangenen Jahr aber vorübergehend zu Knut nach Berlin ausquartiert worden. In der „Eisbären-WG“ fanden die zwei nach einer etwas spannungsgeladenen Kennenlernphase schließlich zunehmend Gefallen aneinander.

Knut war 2006 zu einer weltweiten Berühmtheit geworden. Der Bär war von seiner Mutter verstoßen worden und unter großer Anteilnahme von Bevölkerung und Medien von seinem Tierpfleger Thomas Dörflein aufgezogen worden. Dörflein starb 2008.

Der Tagesspiegel, [03.03.2010]

 
Die BSR ruft noch 350 Arbeitslose mehr zum Kehrdienst – und will auch Bürgern beim Frühjahrsputz helfen

Große Herausforderungen verlangen außergewöhnliche Taten. Deshalb rekrutiert die BSR über die Arbeitsagentur weitere Helfer, um die Stadt von den Unmengen Dreck und Splitt zu befreien. Zusätzlich zu den 1000 ohnehin verpflichteten Winterdienstkräften und den wegen der Glätte angeforderten 650 Helfern stehen nach Auskunft von BSR-Vorstandschefin Vera Gäde-Butzlaff weitere 350 Arbeitslose bereit, so dass – BSR-Beschäftigte inklusive – ab sofort 3600 Einsatzkräfte zum großen Reinemachen ausrücken können. Angefangen wird in der Innenstadt, aber in den vier Wochen bis Ostern will die BSR die Stadt wieder in einen halbwegs ansehnlichen Zustand bringen.

Um schneller voranzukommen, plant die BSR auch zwei „Aktions-Sonnabende“, wie es sie sonst nur zum Laubfall im Herbst gibt. Am 13. und am 20. März sollen dann auch rund 600 Kollegen helfen, die nicht bei der Straßenreinigung arbeiten. Vom 26. März an will die BSR dann auch durch die Außenbezirke fahren und das bis dahin aufgehäufte Streugut aufsammeln. Die BSR empfiehlt Anliegern, die sich selbst kümmern wollen, den Splitt bis dahin zu Bergen zusammenzufegen. Kleine Mengen dürfen auch in die Hausmülltonne geworfen werden, solange die dadurch nicht übermäßig schwer wird.

Nachdem er sich in den Wochen der Glätte durch Ignoranz und flapsige Bemerkungen bei vielen Berlinern unbeliebt gemacht hatte, nimmt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den Frühjahrsputz demonstrativ ernst: Bereits am frühen Dienstagmorgen dankte er den rund 200 versammelten BSR-Leuten auf dem Betriebshof Forckenbeckstraße für ihren Wintereinsatz. Nach der wöchentlichen Senatssitzung präsentierte er gemeinsam mit Gäde- Butzlaff den Aktionsplan und bat um Verständnis, dass die Arbeit „nicht von heute auf morgen erledigt sein kann“. Die Frage, warum das Thema seiner persönlichen Fürsorge bedürfe, beantwortete er mit Verweis auf die enormen Kosten des Landes durch den Winter: Zum vor einer Woche beschlossenen, 25 Millionen Euro teuren Anti-Schlagloch-Programm komme jetzt die fast ebenso große Finanzierungslücke der BSR, die über den Landeshaushalt ausgeglichen werden müsse. Woher das Geld kommen soll, ist offenbar noch nicht abschließend geklärt. Ein noch größerer Personalaufwand für den Frühjahrsputz würde laut Wowereit entweder weitere Steuergelder kosten oder höhere Reinigungsgebühren bedeuten.

Nach Auskunft von Gäde-Butzlaff kostet der schneereiche Winter die BSR knapp 35 Millionen Euro und damit fast doppelt so viel wie die eingeplanten 18,3 Millionen. Allein die 2000 Hilfskräfte schlügen mit 270 000 Euro pro Tag zu Buche. Weitere Kosten kommen auf die BSR zu, weil sie erklärtermaßen auch Anlieger unterstützen will, die sich in Gruppen beispielsweise einen Platz in ihrer Wohngegend vornehmen wollen.

Politisch erledigt ist das Thema Winter mit Wowereits Aufbruchssignal allerdings noch nicht: An diesem Mittwoch will Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) gemeinsam mit der BSR-Chefin erklären, wie wochenlanges flächendeckendes Glatteis künftig vermieden werden soll. Nach Auskunft von Wowereit ist die in Berlin übliche Möglichkeit, dass Anlieger ihre Haftung für Glätteunfälle an beauftragte Winterdienstfirmen delegieren können, bundesweit die Ausnahme. Damit sind die Anlieger zwar formal ihre Verpflichtung los, aber in der Praxis ist wegen der offenkundig oft überforderten Winterdienstfirmen nichts gewonnen. Die Techniker-Krankenkasse meldet allein aus dem Januar 3200 Unfälle ihrer Versicherten in Berlin. Im ebenfalls frostigen Januar 2009 seien es 400 Unfälle weniger gewesen. Nun prüfe die Krankenkasse Regressforderungen.

Die Männer in Orange haben nach Auskunft der BSR-Chefin bisher rund 430 000 Winterdienst-Einsatzstunden geleistet. Der Durchschnitt der vergangenen Jahre liege bei 90 000 Stunden. Viele hätten seit Weihnachten kaum einen freien Tag gehabt.

Der Tagesspiegel, [03.03.2010]

 

 
Eine Zukunftswerkstatt im Amerika-Haus soll die Entwicklung der City-West steuern – und neue Investoren anlocken

Veranstaltungen zur Zukunft der City-West gab es im Amerika-Haus an der Hardenbergstraße schon oft – nun soll das einstige Kultur- und Informationszentrum der USA für mindestens drei Jahre zum zentralen „Marktplatz der Ideen“ werden. So drückte es am Montag der Regionalmanager Joachim Wolf aus, der gerade mit drei weiteren Stadtplanungsexperten seine Arbeit aufgenommen hat und im April ein Büro im 50er-Jahre-Bau eröffnet.

Für diese Zukunftswerkstatt steht rund eine Million Euro zur Verfügung. Ein Großteil davon kommt von der Stadtentwicklungsbehörde, die dafür auch Gelder aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“ und EU-Fördermittel einsetzt. 150 000 Euro steuern der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin und die Arbeitsgemeinschaft City bei.

Der Standort nahe Bahnhof Zoo und Breitscheidplatz scheint gut gewählt. Nur einen Steinwurf entfernt wächst das „Zoofenster“-Hochhaus heran, Ende 2011 soll darin ein Waldorf-Astoria-Luxushotel öffnen. Außerdem will die Bayerische Immobilien-Gruppe bald den „Zoobogen“ mit dem Kino Zoo-Palast und dem „Bikini-Haus“ in der Budapester Straße modernisieren. Im Frühjahr beginnt zudem die Neugestaltung des Mittelstreifens der Tauentzienstraße. Nur der Bau des Riesenrads am Zoo wird, wie berichtet, immer unwahrscheinlicher.

Die Regionalmanager stammen aus zwei Stadtplanungsbüros und sehen sich als „Mittler“ zwischen Anrainern und als „Lobbyisten nach außen“. Der 46-jährige Joachim Wolf kennt die Gegend seit langem, er hat an der TU Stadtplanung studiert und wohnt in Ku’damm-Nähe. Er möchte mit dem „Vorurteil des angestaubten West-Zentrums aufräumen“. Auch aus Sicht von Gottfried Kupsch, Vorstandsmitglied der AG City, muss „die Braut besser geschmückt werden“, um Firmen und Forschungsstätten anzulocken. Die TU und die Universität der Künste kooperieren bereits, um die Gegend um den Ernst-Reuter-Platz zum öffentlichen „Campus City-West“ zu entwickeln. Laut Kupsch sind aber auch „Ideen für neuen Wohnraum“ nötig, denn in Charlottenburg-Wilmersdorf sei Wohnraum bereits knapp – und das erschwere nicht zuletzt Unternehmensansiedlungen.

Eine weitere Aufgabe ist die Planung des Jubiläums „125 Jahre Kurfürstendamm“, das Anlieger 2011 feiern wollen. Noch könne man dazu keine Details nennen, sagten Kupsch und Bezirks-Wirtschaftsstadtrat Marc Schulte (SPD). In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wollen die Regionalmanager die Ladenpassage beleben, die neben dem Bahnhof Zoo die Kant- und Hardenbergstraße verbindet. Auch die ungepflegte Bahnbrücke in der Hardenbergstraße stört sie.

IHK-Stadtentwicklungsexperte Jochen Brückmann wies darauf hin, dass die City-West derzeit auch ein Parkleitsystem mit neuen Schildern erhalte; ein elektronisches System sei dagegen unnötig, da die Parkhäuser nie voll belegt seien.

Der Tagesspiegel, [02.03.2010]

 
Die Hochzeitsschau mit erstklassigen Partnern und kreativen Tipps und Trends rund um das Thema Heiraten im Saal Senator im Ellington Hotel

Unsere Partner stellen Ihr Angebot vor und das reicht von Brautmoden, Blumendekoration, Musik über Essen und Trinken bis hin zu Hochzeitsfahrzeugen. Zukünftige Brautpaare können sich hier ausführlich über die Angebote informieren und mit den Ausstellern direkt ins Gespräch kommen. Der Eintritt ist für die Besucher kostenfrei.

Öffnungszeiten:
Samstag, 27. März, 12.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag, 28. März, 12.00 bis 17.00 Uhr

http://www.ellington-hotel.com/de/Eventkalender.html

 
Aus dem Riesenrad am Zoo wird wohl nichts, die Investoren stecken in der Kreditklemme

Es müsste ein Wunder geschehen, wenn das 165 Meter hohe Riesenrad am Zoologischen Garten noch gebaut wird. Trotzdem hält sich die Politik raus. Die Stadtentwicklungsbehörde des Senats sagt, dass es sich „um ein Bezirksprojekt“ handele. Der Baustadtrat von Mitte, Ephraim Gothe (SPD), hält es für sinnlos, „über alternative Planungen zu spekulieren“, sollte aus der Touristenattraktion nichts werden. Sein Kollege in Charlottenburg-Wilmersdorf, Klaus-Dieter Gröhler (CDU), hat von einem deutschen und einem amerikanischen Investor gehört, die notfalls einspringen würden, um das Aussichtsrad zu bauen. „Mir ist nicht bange.“

In Branchenkreisen heißt es aber, das Gerücht über neue Investoren sei „völliger Quatsch“. Sie müssten in ein Bauvorhaben einsteigen, das aus einem brachen Grundstück besteht, das 2006 von der Great Berlin Wheel GmbH & Co. KG am Hardenbergplatz, einer privaten Projektgesellschaft, für 25 Millionen Euro gekauft wurde. Dass die Firma in existenziellen Nöten ist, hält auch die größte Regierungsfraktion nicht davon ab, Zweckoptimismus zu verbreiten. „Wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben, das Riesenrad wäre für die City-West eine wunderbare Sache“, sagt der SPD-Stadtentwicklungsexperte Daniel Buchholz.

Offenbar ist in der Landes- und Bezirkspolitik noch nicht angekommen, dass die wirtschaftliche Lage des geschlossenen Immobilienfonds – der 2006 für den Bau von Riesenrädern in Berlin, aber auch in Peking und Orlando 208,5 Millionen Euro einsammelte – fast aussichtslos erscheint. Die Privatbank Delbrück, Bethmann, Maffei (DBM), deren Investment GmbH den Fonds aufgelegt hat, musste dem Berliner Projekt schon vier Millionen Euro zuschießen, nur um den laufenden Betrieb zu sichern. Dieser Kredit verschaffte Luft, um weiter nach einem Generalunternehmer und Geldgebern für den Bau des Aussichtsrads zu suchen.

Ein Darlehen fürs laufende Geschäft von 750 000 Euro benötigte auch die Projektgesellschaft in Orlando, dessen Chancen, am Rad zu drehen, noch schlechter sind als in Berlin, da keine US-Bank so etwas finanziert. Und die insolvente Firma in Peking steht unter Zwangsverwaltung. Die Treuhänderin des Fonds „Global View“ forderte die Fonds-Geschäftsführung derweil auf, für die nervös gewordenen 10 000 Anleger Transparenz herzustellen. Nach Informationen der Münchener Rechtsanwältin Jana Meister sollen externe Wirtschaftsprüfer die einzelnen Projekte unter die Lupe nehmen. In Berlin hat die Beraterfirma KPMG geprüft, was mit den 53 Millionen Euro geschehen ist, die aus dem Fonds in die Hauptstadt flossen und ausgegeben wurden für Dinge, die am Zoo nicht sichtbar sind. Das Gutachten liegt noch nicht vor.

Eine außerordentliche Gesellschafterversammlung des „Global View“-Fonds in Frankfurt/Main, auf deren Tagesordnung der Jahresabschluss für 2008 und neue Zahlen für 2009 stehen, soll nun im April stattfinden. Der Termin wurde schon zwei Mal verschoben. „Einem Schreiben der Fondsgeschäftsführung ist zu entnehmen, dass auch ein Totalverlust für die Anleger nicht ausgeschlossen ist“, offenbart die Anwaltskanzlei Dittke, Schweiger, Kehl & Partner in Düsseldorf. Die Fachjuristen sind bundesweit sehr rührig, wenn es um die Riesenräder geht, denn die Fondszeichner – davon viele in Berlin – bangen längst um ihr Geld. Mindestens 10 000 Euro haben sie 2006 je Fondsanteil gezeichnet.

Die Wertanlage weiterzuverkaufen, lohnt sich kaum noch: Der Kurs des Global View an der Fondsbörse Deutschland ist von 77,5 Prozent im April 2008 auf 22,5 Prozent im Januar 2010 abgestürzt. Von der angekündigten Rendite von zehn Prozent jährlich ab 2008 haben die Anleger bisher keinen Cent gesehen. Im Management-Rating der Hamburger Scoup Group, einer unabhängigen Prüfagentur für internationale Kapitalanlagen, wurde der Riesenrad-Fonds 2009 herabgestuft. Das Hauptproblem, das nach einer turbulenten Gesellschafterversammlung im August letzten Jahres öffentlich bekannt wurde: Die 208,5 Millionen Euro Fondseinlagen wurden seit 2006 für Grundstückskäufe, Marketing, Projektentwicklung usw. verbraucht. Das heißt, der Bau der Riesenräder müsste komplett über Bankkredite finanziert werden.

In Berlin werden dafür noch etwa 70 Millionen Euro fremdes Kapital gebraucht. Ende März soll angeblich geklärt sein, ob eine Baufirma bereit ist, in diesem Rahmen den Generalunternehmer zu spielen. Parallel dazu sucht die DBM Fonds Invest GmbH, die den Global View aufgelegt hat, fieberhaft nach Kreditgebern. Bislang erfolglos.

Der Mutterkonzern der DBM, die holländische Staatsbank ABN Amro, schießt nach sicheren Informationen des Tagesspiegel kein Geld zu. Als naheliegender Partner käme noch die Deutsche Bank infrage, die den Riesenrad-Fonds 2006 – gemeinsam mit DBM, Citibank und dem Bankhaus Wölbern – vertrieben und dabei gut verdient hat. Die Provision betrug zehn Prozent. Doch in Branchenkreisen heißt es, die Deutsche Bank rühre sich nicht. Auch sonst sei es „wahnsinnig schwierig“, für das Projekt Geld einzuwerben. Die Berliner Behörden, die den Investoren das Grundstück verkauft, einen Bebauungsplan aufgestellt, ein Verkehrskonzept für den Hardenbergplatz erarbeitet haben und den Wirtschaftshof des Zoos verlegten, haben aber keinen Plan B. „Wenn es nicht klappt, müssen wir uns neue Gedanken machen“, sagt eine Sprecherin der Stadtentwicklungsverwaltung.

Der Tagesspiegel, [01.03.2010]; Foto: Promo

 
Wegen Beeinträchtigungen im S-Bahn-Verkehr will sich das Unternehmen mit einer erneuten Aktion bei seinen Fahrgästen entschuldigen

Seit mehr als einem Jahr leiden die Berliner und Berlin-Besucher unter dem S-Bahn-Chaos. Ausgefallende Züge, Verspätungen sind für viele fast schon Normalität. Überfüllte Züge sowieso. Nun hat sich das Unternehmen zu einem erneuten Wiedergutmachungspaket durchgerungen:

Alle Inhaber von Jahreskarten, Abonnements und Firmentickets, die in den Berliner Tarifbereichen Berlin AB, Berlin BC oder Berlin ABC gelten, fahren im November und Dezember kostenlos. Kunden, die ihre Jahreskarte bar bezahlt haben, können sich den anteiligen Betrag bereits ab 1. April an S-Bahn- und BVG-Schaltern auszahlen lassen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Jahreskarten, die ab dann erworben werden, sind entsprechend preisreduziert.

Zwei Wochen für Besitzer gleitender Monatskarten

Die zweimonatige Freifahrtregelung gelte auch für Studenten der Universitäten in Berlin, Potsdam und Wildau, die über ein Semesterticket verfügten, erklärte ein Bahnsprecher Tagesspiegel Online. Jeder Student erhalte den anteiligen Betrag des Semestertickets zurück. Wie das Geld seinen Weg zu seinem Besitzer findet, sei jedoch von Universität zu Universität unterschiedlich. Nutzer von kalendergebundenen Monatskarten und des Berlin-Tickets S (Sozialticket) sollen für zwei Monate eine Barerstattung von jeweils 15 Euro erhalten, also insgesamt 30 Euro. Für Kunden mit gleitenden Monatskarten verlängert die S-Bahn Berlin die Gültigkeit für im November beginnende Karten um zwei Wochen. Fahrgästen, die nicht regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, bietet die S-Bahn Berlin an allen acht Wochenenden im November und Dezember die Möglichkeit, ihren Einzelfahrausweis für die Berliner Tarifbereiche Berlin AB, Berlin BC und Berlin ABC als Tageskarte zu benutzen. Aber Vorsicht: Bei der letzten Aktion im Dezember 2009 galten Anschlussfahrscheine für die Zonen C bzw. A nicht den ganzen Tag, sondern wie üblich zwei Stunden nachdem abgestempelt wurden. Auf Kulanz der Kontrolleure sollten die Fahrgäste nicht hoffen.

70 Millionen Euro sollen die Berliner versöhnen

Rüdiger Grube, der Vorsitzende der Deutschen Bahn, kündigte das Wiedergutmachungspaket nach seinem Treffen mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit am Donnerstag an. Insgesamt will das Unternehmen 70 Millionen Euro investieren, um das Ansehen bei den Berlinern wieder zu stärken.

Für die Auswahl von November und Dezember als Entschädigungszeitraum sprechen verschiedene Gründe, erläutert Peter Buchner, Geschäftsführer der S-Bahn: „Die organisatorische Vorbereitung der Maßnahme dauert mehrere Monate, da umfassende Absprachen mit den Mitgliedsunternehmen im VBB getroffen werden müssen. In der Sommerzeit ist die Umsetzung nicht sinnvoll, da viele Berliner verreisen. Herbst und Vorweihnachtszeit sind hingegen Monate, in denen viele Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.“ Der VBB trägt diese Entscheidung mit.

Wowereit: Nachverhandlungen noch nicht abgeschlossen

Die Nachverhandlungen zwischen Senat und Deutscher Bahn über den bis 2017 laufenden S-Bahn-Vertrag sind unterdessen noch nicht abgeschlossen. Das sagte Klaus Wowereit am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Ziel sei, die Gespräche noch im Februar zu beenden. Sollte dies nicht möglich sein, werde er sich erneut persönlich einschalten und mit Bahn-Chef Rüdiger Grube nach einer Lösung suchen, sagte Wowereit. Ungeachtet dessen werde der Senat weiterhin die Zuwendungen an die S-Bahn kürzen, solange es nur ein eingeschränktes Verkehrsangebot gebe. Ein anderes Druckmittel habe die Landesregierung vorerst nicht, weil Verträge gelten. Erst nach dessen Auslaufen könnte ein Teil des Netzes ausgeschrieben werden. Diese Möglichkeit halte sich der Senat offen.

Der Tagesspiegel, [25.02.2010]

 
Neue Ausstellung im Vattenfall Center vom 24.02. - 31.03.2010

Mobilität ist eine notwendige Voraussetzung für Lebensqualität und Wohlstand. Insbesondere die individuelle Mobilität im Straßenverkehr verschafft den Bürgerinnen und Bürgern ein hohes Maß an Flexibilität, um ihren beruflichen und privaten Anforderungen gerecht zu werden. Sie bringt aber auch die bekannten Nachteile mit sich - Lärm, Feinstaub, Stickoxid- und CO2- Ausstoß.

Eine große Chance, Mobilität zukunftsfähig zu ermöglichen und die Lebensqualität zu erhöhen, bieten Elektrofahrzeuge. Elektroantriebe erzielen einen hohen Wirkungsgrad, geringe Geräuschentwicklung und keine antriebsbedingten lokalen Emissionen. Nicht zuletzt diese Eigenschaft kann perspektivisch die Lebensqualität in städtischen Räumen spürbar verbessern.

Erfahren Sie mehr rund um das Thema Elektromobilität in unserer Ausstellung im Vattenfall Center in der Nürnberger Straße 14/15, 10789 Berlin.

Die Ausstellung geht noch bis zum 31.03.2010. Die Öffnungszeiten sind Montag - Freitag von 10 - 18 Uhr und Samstag von 10 - 16 Uhr.

 
Im kommenden Jahr könnte der Umbau des Ku’damm-Karrees beginnen

Ins benachbarte Ku’damm-Karree geht Christine Niedack, Angestellte der Papeterie "Heinrich Künnemann Nachf." an der Uhlandstraße, nur selten. "Langweilig und deprimierend" sei die großenteils leer stehende Einkaufspassage aus den 70er Jahren, „ich würde mich über einen Umbau freuen“. So sieht es auch ihre Chefin Helga Müller-Klatte, die das Geschäft seit 1967 betreibt: „So wie es ist, kann es nicht bleiben.“ Wäre die Passage belebter, würde der bauliche Zustand sie nicht stören. „Aber es ist eine tote Ecke geworden.“ Vor einer Großbaustelle nebenan hat die Händlerin keine Angst: „Ich habe das schon mal erlebt beim Bau des Karrees, es hat uns kaum beeinflusst.“

Die verbliebenen Mieter und die Nachbarn des Ku’damm-Karrees stimmen fast alle der Meinung des britischen Stararchitekten David Chipperfield zu, der das Gebäude „nicht funktional“ nennt und annimmt, dass niemand mit dem Status quo zufrieden sein könne. „Da ist halt nichts“, sagt Annina Toll, die auf der anderen Straßenseite des Kurfürstendamms das „Café Caras“ leitet. Sie gehe nur manchmal hinüber, um Kinderkleidung bei „Baby Walz“ oder Lebensmittel bei Kaiser’s zu kaufen. Auch Carsten Weimann, Restaurantleiter im „Karree Café“, wünscht sich Veränderungen – macht sich aber Sorgen, ob und wie lange das Café in der Passage bleiben kann.

Als möglicher Baubeginn gilt 2011, sofern der irische Investor Ballymore und die Charlottenburg-Wilmersdorfer Bezirkspolitiker den langen Streit um das Theater und die Komödie am Kurfürstendamm bald beenden. Am Montag hatte Architekt Chipperfield, wie berichtet, eine neue Idee präsentiert: Er will die Komödie an einen „Max-Reinhardt-Platz“ an der Uhlandstraße verlagern und dafür das dortige Parkhaus abreißen. Direkt am Ku’damm könnte zusätzlich eine kleine Studiobühne mit 100 Sitzen entstehen.

Ein Publikumsmagnet war das Ku’damm-Karree nie, was auch an der Lage zwischen Uhland- und Knesebeckstraße liegen mag; hier sind die Passantenzahlen geringer als auf dem zentralen Teil des Boulevards zwischen Breitscheidplatz und Neuem Kranzler-Eck. Wichtigster Mieter im Karree war der Elektronikmarkt, der erst „Tema“ und später „Pro Markt“ und „Makromarkt“ hieß; doch 2005 schloss das Geschäft. Vor fünf Tagen eröffnete darin der Schnäppchenmarkt „Preistempel“. Solche Läden sind typische Zwischennutzer vor Bauprojekten. Langjährige Mieter wie die Kunstbuchhandlung am Eingang Knesebeckstraße sind dagegen verschwunden. Auch die Reihe der Bierkneipen im hinteren Teil des Karrees ist geschrumpft, Passanten blicken durch Fenster auf verwaiste Theken. Früher seien schon vormittags viele Kaffee- und Biertrinker gekommen, sagt eine Angestellte der „Berliner Bierstube“; gestern Mittag blieb sie lange allein.

Manche sehen die Neugestaltungspläne skeptisch. So fürchten Mitarbeiter des „Ristorante Da Papà“ an der Uhlandstraße, dass während der auf drei Jahre geschätzten Umbauzeit „Lärm und Dreck unser Geschäft beeinträchtigen“. Und die „Kurfürstendamm Interessengemeinschaft“, die mehr als 30 Anrainer vertritt, fordert eine Überarbeitung der Pläne. Der Verein lehnt die Theater-Verlagerung und auch die Schließung der Ausstellung „Story of Berlin“ ab – denn Ballymore will den von der Schau genutzten alten Atomkriegsbunker abreißen. Nach Ansicht des Vereins „muss der Ausverkauf der Kultur am Ku’damm gestoppt werden“.

Der Tagesspiegel, [25.02.2010]; Foto: by Ballymore Group