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Medizinethiker predigt in Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
Eckhard Nagel über Heilung

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche auf dem Breitscheidplatz predigt am Sonntag, 5. Februar um 18 Uhr Eckhard Nagel. Der Transplantationsmediziner spricht in der Gottesdienstreihe Gefragter Glaube – Bürgerkanzel. Thema: Hoffen auf Heilung – Glauben im Genesungsprozess. Es singt der Chor Unisono unter Leitung von Bodo Bischoff. Die Orgel spielt Christian Schlick.

Eckhard Nagel ist ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen. Nagel ist Mitglied im Deutschen Ethikrat und im Präsidiumsvorstand des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Er promovierte zum Doktor der Medizin sowie Philosophie. Im Jahr 2010 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Theologie der Philipps-Universität Marburg. Eckhard Nagel ist Professor und lehrt an der Universität Bayreuth.

Die Reihe Gefragter Glaube – Bürgerkanzel findet am jedem ersten Sonntag im Monat in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche statt. Engagierte Persönlichkeiten predigen vor ihrem politischen oder sozialen Engagement zu Grundfragen des gesellschaftlichen Miteinanders. In den kommenden Monaten wird dazu unter anderem Katrin Göring-Eckardt erwartet.
Medizinethiker predigt in Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
Eckhard Nagel über Heilung

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche auf dem Breitscheidplatz predigt am Sonntag, 5. Februar um 18 Uhr Eckhard Nagel.
Eckhard Nagel über Heilung

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche auf dem Breitscheidplatz predigt am Sonntag, 5. Februar um 18 Uhr Eckhard Nagel. Der Transplantationsmediziner spricht in der Gottesdienstreihe Gefragter Glaube – Bürgerkanzel. Thema: Hoffen auf Heilung – Glauben im Genesungsprozess. Es singt der Chor Unisono unter Leitung von Bodo Bischoff. Die Orgel spielt Christian Schlick.

Eckhard Nagel ist ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen. Nagel ist Mitglied im Deutschen Ethikrat und im Präsidiumsvorstand des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Er promovierte zum Doktor der Medizin sowie Philosophie. Im Jahr 2010 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Theologie der Philipps-Universität Marburg. Eckhard Nagel ist Professor und lehrt an der Universität Bayreuth.

Die Reihe Gefragter Glaube – Bürgerkanzel findet am jedem ersten Sonntag im Monat in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche statt. Engagierte Persönlichkeiten predigen vor ihrem politischen oder sozialen Engagement zu Grundfragen des gesellschaftlichen Miteinanders. In den kommenden Monaten wird dazu unter anderem Katrin Göring-Eckardt erwartet.

 
Be my Valentine!
15 Geschenkideen zum Valentinstag im KaDeWe

Jetzt wird’s romantisch: Am 14. Februar ist Valentinstag.
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Jetzt wird’s romantisch: Am 14. Februar ist Valentinstag. Damit unsere Liebsten wissen, womit sie uns eine Freude machen können, haben wir die schönsten Geschenke für den Valentinstag zusammengestellt. Ganz einfach online shoppen oder uns im KaDeWe besuchen. Happy Valentine!

 
Intercontinental Berlin ausgezeichnet mit dem L'TUR Award
Award in der Kategorie "Stadthotel national"

Im Rahmen des 13. Reisemarktes in Baden-Baden wurden die Lieblingshotels der Last Minute-Kunden mit der pinken Palme ausgezeichnet.
Award in der Kategorie "Stadthotel national"

Im Rahmen des 13. Reisemarktes in Baden-Baden wurden die Lieblingshotels der Last Minute-Kunden mit der pinken Palme ausgezeichnet.

In der City schlafen L'TUR-Gäste besonders gerne im InterContinental Berlin. Das Hauptstadthotel sicherte sich den Award in der Kategorie "Stadthotel national". Ingesamt neun Hotels konnten sich in diesem Jahr über die begehrte Auszeichnung mit pinker Palme freuen, die am 20.01.2012 in Baden-Baden vergeben wurden. Ausgezeichnet wurden Hotels, wo Familien am liebsten schlafen und in welchem City-Hotel sich spontane Kurzurlauber besonders wohl fühlen.

Kontakt:
InterContinental Berlin
Budapester Straße 2
10787 Berlin
Tel.: 49 30 - 2602 0
E-Mail: berlin@ihg.com
www.berlin.intercontinental.com

 

 
Eckhard Nagel über Heilung

In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche auf dem Breitscheidplatz predigt am Sonntag, 5. Februar um 18 Uhr Eckhard Nagel. Der Transplantationsmediziner spricht in der Gottesdienstreihe Gefragter Glaube – Bürgerkanzel. Thema: Hoffen auf Heilung – Glauben im Genesungsprozess. Es singt der Chor Unisono unter Leitung von Bodo Bischoff. Die Orgel spielt Christian Schlick.

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Die Reihe Gefragter Glaube – Bürgerkanzel findet am jedem ersten Sonntag im Monat in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche statt. Engagierte Persönlichkeiten predigen vor ihrem politischen oder sozialen Engagement zu Grundfragen des gesellschaftlichen Miteinanders. In den kommenden Monaten wird dazu unter anderem Katrin Göring-Eckardt erwartet.

 
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Award in der Kategorie "Stadthotel national"

Im Rahmen des 13. Reisemarktes in Baden-Baden wurden die Lieblingshotels der Last Minute-Kunden mit der pinken Palme ausgezeichnet.

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Kontakt:
InterContinental Berlin
Budapester Straße 2
10787 Berlin
Tel.: 49 30 - 2602 0
E-Mail: berlin@ihg.com
www.berlin.intercontinental.com

 

 
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt. Passend zu einem der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie, ist die neuste Buddy Bär Miniatur "Filmstadt Berlin" erhältlich. Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte.

Neben Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" oder den Klassikern "Metropolis" und "M – eine Stadt sucht einen Mörder", sind der Potsdamer Platz und der Zoo Palast als aktuelle Schauplätze von Premierenfeiern und Filmfestspielen zu sehen.

Berlin schaut auf eine lange Filmtradition zurück und ist heute eine wachsende lebendige Filmstadt. Jedes Jahr entstehen hier rund 300 neue Filmproduktionen. Zahlreiche Synchronisationsstudios sowie mehrere hundert Film- und Fernsehproduktionsfirmen sind hier ansässig.

 
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale. Vorbildhaft trägt er selbst im überheizten Saal des Bundespresseamts wie immer einen schützenden Schal um den Hals. So gemütlich und saturiert geht es bekanntlich nicht überall auf der Welt zu.

Aufbrüche und Umbrüche hätten das Programm der 62. Internationalen Festspiele Berlins entsprechend kuratiert, so Dieter Kosslick, zahlreich die Geschichten um Aufstände und Revolutionen. Aus allen Teilen der bekannten und unbekannteren Welt erreichen uns Nachrichten von oft schmerzhaften gesellschaftlichen Umbrüchen, die, folgt man Kosslick, durchaus aber auch vergleichbar sind.

Geld und die Rettung des Selbst

Denn wenngleich es im Schlafzimmer von Hosni Mubarak kurz vor dem Sturz des Herrschers wahrscheinlich nicht ganz so sexy zuging, wie bei Marie Antoinette in dem Eröffnungsfilm „Les adieux à la reine“, am Ende geht es um Geld und die Rettung des Selbst. Da solche gesellschaftlichen Umbrüche stets eine Geschichte haben, wird es quer durch alle Sektionen Filme geben, die politische Entwicklungen, die Teilhabe an der Macht, über lange Zeiträume betrachten.

In besonderer Weise gilt dies wohl für den zuletzt für den Wettbewerb nominierten „White Deer Plain“ des chinesischen Regisseurs Wang Quan’an, die Adaption eines umstrittenen Buchs über die chinesische Geschichte. Angesichts von Zeit und Raum, die es da zu bewältigen gilt, erscheinen dreieinhalb Stunden Laufzeit tatsächlich nicht sehr lang.

Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen

Ob sich das epische Werk deshalb als Kurzfilm klassifizieren lässt, wie Kosslick es auf seine zum Scherz drängende Weise tut, sei dahingestellt. Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen eben, doch ohne seine Koketterien („Wie heißt das noch mal, wo man beim Telefonieren die Leute sehen kann?“) und grenzwertigen Kommentare wäre der Unterhaltungswert der Pressekonferenz nicht mehr messbar.

Allerdings ist die immer gleiche drängende Frage der Journalisten nach den Stars angesichts der gerade vorgestellten thematischen und formalen Vielheit der Filme ja auch nicht wirklich originell. Ganz neu ist in diesem Jahr dagegen das „Berlinale Special“ im Haus der Berliner Festspiele. Hier wird unter anderem das Bosnien-Drama von Angelina Jolie zu sehen sein, und nach den Abendvorstellungen besteht die Möglichkeit, mit den Filmemachern zu diskutieren.

Weiterhin gibt es aber zahlreiche Künstler, die nicht zur Berlinale kommen können, weil sie in ihren Heimatländern festgehalten werden, wie etwa der iranische Regisseur Jafar Panahi oder der chinesische Künstler Ai Weiwei. So ernst kann man Kunst auch nehmen.

Berliner Zeitung, [01.02.2012]

 
Fraktionschef Raed Saleh stellt die Nutzung des ICC als Kongresszentrum wegen zu hoher Sanierungskosten infrage

Vor neun Wochen erst haben SPD und CDU in ihrer Koalitionsvereinbarung festgeschrieben, dass das ICC nach der geplanten Sanierung als „zentrales Kongresszentrum weitergenutzt“ wird. Doch der neue SPD-Fraktionschef Raed Saleh stellt das Ganze jetzt wieder infrage. Er kann sich inzwischen auch eine andere Nutzung vorstellen: Sollten die Sanierungskosten tatsächlich „in Richtung 330 Millionen Euro gehen“, sagte Saleh am Sonntag, könne man im ICC statt eines Kongresszentrums Ausstellungsflächen für die Messe Berlin unterbringen, womöglich mit variablen Innenwänden. Das käme preisgünstiger. „Zunächst einmal sollten wir aber gemeinsam mit dem Koalitionspartner CDU und den drei zuständigen Senatsverwaltungen genau errechnen, wie teuer eine Sanierung wird“, sagte Saleh. Er wolle bei den Kosten für Asbestbeseitigung, Umbau und energetische Sanierung Klarheit. „Man kann das ICC auch totrechnen."

Ein Gutachten aus dem Hause von Finanzsenator Nußbaum (parteilos) hatte jüngst die Sanierungskosten bei 330 statt der ursprünglich geplanten 180 Millionen Euro gesehen. Von Nußbaum ist bekannt, dass er nicht viel von einer ICC-Sanierung hält. Saleh stellte aber klar, dass er das ICC keineswegs abreißen wolle. „Ich bin ein Fan des ICC.“ Bei der von Saleh ins Gespräch gebrachten Teilsanierung des ICC würde das eigentliche Kongresszentrum dann in der Mehrzweckhalle seinen Platz finden, die am Ort der abgerissenen Deutschlandhalle entstehen soll. Bisher soll diese Halle nur während der mehrjährigen ICC-Sanierung als Ersatz für das Kongresszentrum herhalten.

Umfangreiche Umbauten

Michael T. Hofer, Sprecher der Messe Berlin GmbH, sprach sich am Sonntag dafür aus, am ICC als Kongresszentrum festzuhalten. „Das ICC muss auch nach der Sanierung weiter Kongressen Platz bieten“, sagte er. Die neue Mehrzweckhalle brauche man später für zeitgemäße Präsentationen. Die Messe Berlin könne nicht ständig mit „Zwischenlösungen“ arbeiten. „Unser Ziel ist, dass Kongresse in Berlin bleiben und nicht ins Ausland gehen“, sagte Hofer. Allein im vergangenen Jahr hätten die Kongresse und ihre Teilnehmer zwei Milliarden Euro nach Berlin gebracht. Im Innern des ICC müssten allerdings umfangreiche Umbauten vorgenommen werden, so der Messe-Sprecher. Man müsse zum Beispiel den Küchenbereich verkleinern, brauche weniger Fernsehstudios und keine Telefonzellen mehr. Stattdessen benötige man zusätzliche Konferenzräume.

Die CDU machte klar, dass sie an den bisherigen Plänen für das ICC festhalte. Man brauche nun ein Finanzierungs- und Planungskonzept, so Heiko Melzer, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion. Es werden aber keine „Fünf-Sterne-Goldsanierung“ geben.

Berliner Zeitung, [30.01.2012]

 
Regisseur, Schauspieler, Mitgesellschafter der Wölffer-Bühnen

Am kommenden Donnerstag, den 2. Februar, wird Christian Wölffer, Mitgesellschafter der Komödie und des Theaters am Kurfürstendamm und der Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg, 70 Jahre alt.

1964 trat er zusammen mit seinem Bruder Jürgen Wölffer in die Direktion der beiden Kudamm-Theater ein. 1988 gründete er mit ihm die Komödie am Winterhuder Fährhaus in Hamburg.

Durch Inszenierungen großer Musicals ("My Fair Lady" in mehreren Großstädten, zuletzt im Deutschen Theater München, "Gigi" im Theater an der Wien und im Theater des Westens, "Irma la Douce" und "Störtebecker") hat er sich ebenso einen Namen gemacht wie durch zahlreiche erfolgreiche Komödienregien und Übersetzungen aus dem Englischen und Französischen. Auch als Schauspieler feierte er viele Erfolge.

Aus gesundheitlichen Gründen hat sich Christian Wölffer vor einiger Zeit aus dem Berufsleben zurückgezogen. Christian Wölffer ist in vierter Ehe mit der Malerin Sabine Wölffer verheiratet. Aus seiner zweiten Ehe hat er einen Sohn, Oscar.

Seinen 70. Geburtstag feiert er am 2. Februar im Kreis seiner Familie. Am 6. Februar findet dann eine Feier mit seinen Freunden im Theater statt.

 
Bei beißender Kälte und Schneefall luden Berliner Museen zur Langen Nacht

Als Eva Hausknecht zum letzten Mal in solch einer engen Grenzabfertigungskabine stand, bekam sie einen Lachkoller. Das war am 1. Dezember 1989, wenige Wochen nach dem Fall der Mauer, und die Goslarerin musste zu einer Tagung nach Ostdeutschland. „Ich hatte die fünf Mark Einreisegebühr als Münzgeld in der Hand, doch sie passten nicht durch den schmalen Schlitz unter dem Sicherheitsglas“, erinnert sich Hausknecht. Da habe sie vor der Grenzbeamtin einen Lachanfall bekommen. „Ich musste daran denken, wie ich wenige Wochen zuvor in so einer Situation noch total panisch reagiert hätte und musste immer mehr lachen."

Mehr als 20 Jahre später wirkt sie sehr gelassen.

Auch wenn der Besuch des Tränenpalasts nicht gerade sehr angenehme Erinnerungen an zahlreiche angsterfüllte Grenzkontrollen in Hausknecht wachruft – doch wiedersehen wollte sie ihn.

Eva Hausknecht ist an diesem Samstagabend mit ihrem Sohn Joachim auf der 30. Langen Nacht der Museen unterwegs. Der Tränenpalast ist die erste Station von Mutter und Sohn, die sich über diese besondere Gelegenheit freuen: Denn die ehemalige Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstraße nimmt erstmals an der Langen Nacht teil, da hier erst im September 2011 nach der Sanierung des Hauses die Ausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“ eröffnet wurde.

Bereits um kurz nach 18 Uhr, direkt zu Beginn der Langen Nacht, betreten nach und nach immer mehr Menschen den Tränenpalast. Sie schütteln sich den Schnee von Mützen und Jacken und freuen sich über die Wärme im Museum, denn draußen hat es bei Minusgraden angefangen, leicht zu schneien.

Wer an diesem Abend zu Fuß unterwegs ist und die beißende Kälte im Gesicht spürt, ist froh, wenn er dick angezogen ist. Oder wenn er bequem und warm in einem der Shuttlebusse sitzt, die die Besucher vom logistischen Zentrum am Kulturforum auf sechs Routen zu den 70 teilnehmenden Häusern innerhalb des S-Bahn-Ringes bringen. „Es ist immer sehr charmant in diesen Bussen“, sagt Sigrid Peter. „Es herrscht eine nette Atmosphäre, man unterhält sich schon mal untereinander und es passen immer zehn Menschen mehr hinein als man denkt."

Sigrid Peter ist mit Günter Paus schon zum zehnten Mal auf der Langen Nacht dabei, die beiden sind quasi alte Hasen. Gerade schauen sie sich die Ausstellung zur deutschen Geschichte im Historiale Museum Unter den Linden an, auch dieses Haus nimmt zum ersten Mal teil. „Mehr als vier Museen in Ruhe anzusehen schafft man einfach nicht“, weiß Sigrid Peter. Für dieses Mal haben sie und ihr Begleiter sich noch die Humboldt-Box und das Deutsche Historische Museum vorgenommen – mit dem Bus, auch wenn beide Ziele nur wenige Hunderte Meter weit weg sind.

Dabei ist es trotz der Kälte eine besondere Erfahrung, in dieser Nacht unterwegs zu sein. Auch wenn viele Gehwege wegen des steten Schneefalls zunehmend rutschiger werden und es schon fast ein kleines Abenteuer ist, die Schlossbrücke mit nicht besonders stark profilierten Schuhen zu überqueren.

Touristen fotografieren sich im Schneetreiben unter den starken Scheinwerfern vor dem Eingang des Automobil-Forums, das mit der Fotoausstellung „Riten des Lebens“ und mehreren Musikbands an der Langen Nacht teilnimmt. Kinder formen begeistert kleine Schneebälle, singen „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und an der Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden spielt ein junger Mann Trompete – fast könnte wieder Weihnachten sein.

Einen besonders starken Eindruck ruft inmitten der fallenden Flocken die Wort-Licht-Installation „Lumières“ am Reiterdenkmal Friedrich des Großen Unter den Linden hervor, die noch bis Sonntagmorgen zu sehen ist. Da sich der Geburtstag des Preußenkönigs am 24. Januar zum 300. Mal jährte, widmet sich die Lange Nacht mit vielen Angeboten dem Alten Fritz.

Gelbe Beamer-Strahlen werfen rechts und links vom Reiterdenkmal französische Verse aus Friedrichs Feder und deren deutsche Übersetzung an die Fassaden der Humboldt-Universität. „Die Ruhe ist erlaubt, aber nur unter Lorbeeren“ heißt es da unter anderem. – Wie schön, ein Hauch Sommerfantasie inmitten des Wintereinbruchs.

Wer diesem entkommen will, flüchtet ins Deutsche Guggenheim. Hier entspannen sich die Besucher bei warmen Temperaturen und leiser Musik in blauen Liegestühlen. Ein gar nicht mehr ganz so junges Paar küsst sich ausdauernd und zärtlich, als läge es am Strand. Ansonsten sind hier eher auffällig viele junge Besucher unterschiedlicher Nationalitäten unterwegs, angelockt von der lebendig und modern präsentierten Ausstellung „Found in Translation“ über interkulturelle Verständigung.

Sommer herrscht auch im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums – anlässlich der Ausstellung „Unter Bäumen. Die Deutschen und der Wald“ wurde in dem großen Hof mit Vogelgezwitscher und Videos eine fast verträumte Waldatmosphäre geschaffen. Zwei junge Mädchen werfen sich hier übermütig auf den Boden und lachen, als würden sie ins weiche Moos fallen.

Weniger zu lachen haben zum gleichen Zeitpunkt all die Besucher, welche die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel besuchen wollen. Da aus Sicherheitsgründen nur 500 Personen im Haus erlaubt sind, hat sich vor dem Eingang eine lange Schlange gebildet.

Dass das kleine Schild, das darüber informierte, dass es Eintrittskarten nur im Alten Museum gibt, in der Dunkelheit nur sehr schwer zu erkennen ist, ärgert vor allem die Besucher, die diesen Hinweis übersehen. Sie erfahren erst nach einer langen Wartezeit unmittelbar am Eingang, dass sie ohne Ticket nicht eingelassen werden. Wer schon vorher ein Ticket hatte, hat Glück. Und kann an zahlreichen Führungen teilnehmen.

Zum Beispiel mit dem Kunsthistoriker Andreas Knüppel, der Führungen zum Thema „Friedrich der Große in den Werken Adolph Menzels“ anbietet. Sympathisch gemacht und informativ ist sein Vortrag an den Gemälden „Ansprache Friedrichs des Großen an seine Generale vor der Schlacht bei Leuthen“ und „Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci“ – sehr lang allerdings nicht. „Die Führungen an normalen Tagen sind wesentlich länger und ausführlicher“, sagt Knüppel.

Denn die Lange Nacht ist für die teilnehmenden Museen natürlich nicht zuletzt ein wichtiges Werbeinstrument. Dass sie als solches funktioniert, beweist die konstant hohe Besucherzahl. Nach Erwartungen der Veranstalter werden es trotz der winterlichen Verhältnisse und mancher dadurch bedingter Verspätungen der Shuttle-Busse auch in dieser Nacht bis zum Ende um 2 Uhr morgens wieder gut 30.000 Besucher sein.

Nach 30 Langen Nächten und 15 Jahren waren es damit insgesamt mehr als eine Million Besucher. Das einmillionste Ticket hat an diesem Samstagabend eine Frau aus Friedenau an einer der Abendkassen am Kulturforum gekauft. Als Preis darf sie mit ihrer Tochter für drei Tage nach Budapest fliegen und die dortige Lange Nacht der Museen besuchen. Da diese im Juni stattfindet, müssen sich die Gewinnerinnen dann um warme Kleidung sicherlich keine Gedanken mehr machen.

Der Tagesspiegel, [28.01.2012]

 
Wegen Verzögerungen beim Innenausbau steht noch immer nicht fest, ab wann genau Gäste in dem neuen Hochhaus übernachten können

Bereits zwei Mal musste die ursprünglich für den vorigen Dezember und dann für Januar angekündigte Eröffnung des Waldorf-Astoria in dem 118-Meter-Turm zwischen Bahnhof Zoo und Breitscheidplatz verschoben werden. Die Innengestaltung des Fünf-Sterne-Hauses sei aufwändiger als geplant, hieß es. Nun lautet die offizielle Sprachregelung, das Hotel werde „im Frühjahr“ die ersten Gäste empfangen. In Medienberichten war zuletzt mal vom März, aber auch von Mai bis Juni die Rede. Am Donnerstag teilte das Büro von Gründungsdirektor Friedrich Niemann schließlich auf Nachfrage mit, der März komme „wohl nicht mehr“ in Frage. Man wolle aber auch nicht bis Juni warten.

Also läuft es auf April bis Mai hinaus - falls die Arbeiten im aktuellen Zeitplan bleiben.

Waldorf-Astoria wurde berühmt durch das traditionsreiche Stammhaus in New York; inzwischen gehört das Hotelunternehmen zur Hilton-Kette, die in Berlin auch das Hilton am Gendarmenmarkt betreibt. In der City-West gibt es unterdessen eine Reihe weiterer Hotelprojekte, gerade erst wurden die Pläne für ein großes Vier-Sterne-Hotel im Philips-Hochhaus an der Urania bekannt. Und gleich neben dem Zoofenster-Hochhaus, zwischen Kantstraße und Kurfürstendamm, will der Baukonzern Strabag ab diesem Jahr den gleich hohen „Atlas Tower“ errichten. Auch dort gehört ein Vier-Sterne-Hotel zu den angedachten Nutzungen.

Der Tagesspiegel, [26.01.2012]

 
Curries, Suppen, Vital-Brote und Sandwiches, Couscous, Wraps und Müsli von dean & david

Das erfolgreiche Gastronomie-Konzept dean & david aus München hat am 18. Januar 2012 im Neuen Kranzler Eck seine erste Hauptstadtfiliale eröffnet.

Neben individuell vom Kunden selbst zusammengestellten Salaten, können Gäste beim Münchner Fast Food Laden viele andere gesunde Angebote aus frischen Zutaten probieren: So gibt es Curries, Suppen, Vital-Brote und Sandwiches, Couscous, Wraps und Müsli. Entsprechend ist auch die Auswahl an Getränken: frisch gepresste Fruchtsäfte, Fruit- und Joghurt Smoothies sowie potente Wellness-Gemüse-Drinks.

dean & david gründetet mit dem Slogan "fresh to eat" 2007 in München Schwabing die erste Salatbar und ist schnell zum neuen Fast Food Hotspot für ernährungsbewusste Trend-Setter geworden. Das dahinter stehende Konzept sieht die Verwendung naturbelassener und vitaminreicher Lebensmittel vor, die nachweislich frei von Konservierungsmitteln und Geschmacksverstärkern sind. Regionale Produzenten liefern dabei hauptsächlich saisonalen Rohstoffen für die täglich frischen Produkte. Und auch der Umwelt-Aspekt spielt bei dean & david eine wichtige Rolle: So stehen wiederverwendbare Leih-Boxen und Holzbesteck für die Take Away-Gerichte zur Verfügung.

 
Um zwei umstrittene Bauprojekte in der City-West war es ruhig geworden - doch nun tut sich wieder etwas

Die Pläne des Unternehmers Kurt Krieger für zwei Möbelhäuser in Grunewald und ein Wohnungsbauprojekt an der Wilmersdorfer Schaperstraße erzürnen Anwohner in der City-West. Beide Vorhaben schienen zuletzt am Widerstand von Bezirkspolitikern zu scheitern, aber die Investoren lassen nicht locker. Möbelhauschef Krieger traf sich Dienstagabend mit seinen Kritikern zum vertraulichen Gespräch. Und an der Schaperstraße hat der Baukonzern Hochtief das Areal gekauft, auf dem das Haus der Berliner Festspiele und die Bar jeder Vernunft stehen.

Dort stritten eine Bürgerinitiative und der bisherige Eigentümer, die in Hamburg und Schwerin ansässige Neubau-Gruppe, gut zehn Jahre lang. Zuerst ging es um ein geplantes Hochhaus, später um eine Wohnbebauung. Das Aus schien gekommen, als sich nach den Grünen in Charlottenburg-Wilmersdorf auch die CDU auf die Seite der Baugegner schlug. Im August 2011 stoppte der damalige Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) das Bebauungsplanverfahren. Nur die SPD schloss eine Bebauung nicht generell aus.

Nun hat Hochtief, bisher nur als Co-Investor im Gespräch, mit der Firma Neubau einen Kaufvertrag geschlossen. Dieser tritt laut Baustadtrat Marc Schulte (SPD) „nach Erlaubnis einer Wohnbebauung“ in Kraft. Der Konzern habe angekündigt, in einem „partnerschaftlichen Verfahren“ eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Das Bezirksamt werde mit allen Beteiligten reden, sagt Schulte. Vielleicht gebe es Spielraum beim Maß der Bebauung. Eine Hochtief-Sprecherin sagte, eine Detailplanung könne es erst nach einem Bebauungsplanverfahren geben. Dann werde man sehen, was „möglich ist“. Doch ob die BVV überhaupt bereit ist, ein neues Verfahren zu starten, ist offen.

Bewegung auch im Konfliktfall Grunewald: Möbelunternehmer Krieger und sein Projektleiter trafen sich mit Stadtrat Schulte und Vertretern der Bürgerinitiative „Zwischen den Gleisen“ zum Gespräch über geplante Möbelhäuser der Marken Höffner und Sconto auf dem ehemaligen Güterbahnhof. Die BVV hatte das Vorhaben im November als „nicht umsetzbar“ abgelehnt. Nach Angaben der von Eichkamper Bürgern gegründeten Initiative ging es nun vor allem um das befürchtete „Verkehrschaos“. Krieger habe „keine Lösung angeboten“, aber „erstmals Pläne mit alternativen Nutzungsformen“ vorgelegt.

Stadtrat Schulte relativierte das: Es sei zunächst nur um die Verkehrsbelastung im Falle einer Nutzung mit Kleingewerbe und Wohnungen gegangen, wie sie die BVV empfehle. Weitere Gespräche sollen folgen. Die Anwohner fordern, dass „historisch wertvolle“ alte Bahngebäude bis dahin nicht abgerissen werden.

Der Tagesspiegel, [26.01.2012]

 
Lipgloss? Lipstain? Lippenstift?

Es ist Zeit für eine Revolution. Wagen Sie hochglänzende, extrem langanhaltende Farbbrillianz und absolute Leichtigkeit. Ein unwiderstehlich verführerisches Lippenbekenntnis. Die revolutionäre Art, Farbe auf Ihren Lippen zu tragen.

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Die Unterschriften gegen die Schließung des Kinos haben nichts genützt

Nachdem der Einsatz der Initiative "Rettet die Kurbel" und über 8000 Unterschriften nichts am Aus des Charlottenburger Kinos in der Giesebrechtstraße im Dezember ändern konnten, versuchen die Anwohner nun gerichtlich einen Baustopp zu erzwingen. Vier Anwohner hätten einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt, sagte Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD). Der Bezirk hatte im Dezember bereits einen entsprechenden Antrag abgelehnt.

Die Anwohner wollen die Eröffnung eines Biosupermarkts verhindern. Die verkehrlichen Entwicklungen seien im Bauantrag nicht geklärt worden, argumentieren die Anwohner. Sie befürchten Lärm und zugeparkte Straßen bei der Warenanlieferung und durch parkende Kunden.

Naumann sagte, dies solle im weiteren Verfahren besprochen werden. Marc Schulte, SPD-Bezirksrat für Stadtentwicklung, gab zwar zu, dass der Supermarkt zu verkehrlichen Veränderungen führen werde, allerdings „keine innerstädtisch untypische Verkehrssituation geschaffen wird“. Der Investor rechne mit bis zu acht Lieferungen pro Woche.

Obwohl die Stühle bereits aus dem großen Saal gerissen wurden, hoffen die Anwohner weiterhin auf einen Neustart des Kinos und wollen mit den Entscheidungsträgern sprechen. Das Bezirksamt jedoch, sagt Naumann, glaube nicht mehr an eine Rettung der Kurbel.

Der Tagesspiegel, [26.01.2012]

 
Auf der Grünen Woche feiern 300 Aussteller in der Brandenburghalle Jubiläum

Zuerst eine Salami mit Ananas, Mango und Kokos aus Wusterhausen, dann ein Gläschen Kräuterlikör "Halb so wild" aus Krummensee, ein Becher Chicorée-Eis vom Landgut Pretschen und zum Schluss ein mit Spargelsoße gemischtes Bier aus Neuzelle. Wer all diese Neuheiten in der Brandenburghalle der Grünen Woche probieren will, braucht eine gute Konstitution. Doch die Besucher werden sich auch diesmal wieder mit Vergnügen durch die Geschmacksproben kämpfen, zumal bei den Brandenburgern noch am ehesten die begehrten kostenlosen Häppchen zu ergattern sind.

Zwischen all den Köstlichkeiten liegt aber auch viel bunt bedrucktes Papier. Darauf finden sich Adressen von Pferdehöfen, Schlosshotels, Rad- und Kanutouren oder Einladungen in Hofläden, zu Landpartien und Erntefesten. Diesmal mehr denn je. Denn die märkischen Aussteller feiern Jubiläum: 1993 hatte das Land auf der Grünen Woche erstmals eine eigene Halle.

Noch bis in die späten 90er Jahre war das alljährliche Gastspiel der Brandenburger Landwirte auf der Messe für viele Berliner und ihre Kinder ein seltenes Erlebnis. Doch inzwischen ist das Umland vertrauter geworden. Etliche Höfe laden unter dem Motto „Land erleben“ auch selbst nach draußen in ihre Hofläden und Ställe ein, vor allem im Juni zur schon traditionellen „Brandenburger Landpartie“. Aber sie kommen auch weiterhin gerne in die Stadt, um auf der Grünen Woche für all diese Angebote kräftig zu werben.

Rund 300 Aussteller sind im zwanzigsten Jahr in der Brandenburghalle. Die 640.000 Euro, die sich das Land seinen diesjährigen Messeauftritt kosten lasse, seien „gut angelegtes Geld“, sagte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) beim Rundgang am Donnerstag. Weitere 266.000 Euro steuern die einzelnen Aussteller bei. Einige sind sogar schon seit 1993 dabei.

Wie potenzielle Ausflügler „geködert“ werden, zeigt der gemeinsame Stand der Agrargenossenschaft Ranzig bei Beeskow und des Tourismusverbandes Oder-Spree-Seenland. Während die Landwirte über die Vorzüge ihrer regionalen Produkte berichten und dazu eine gemeinsam mit der Freien Universität Berlin (FU) entwickelte Wurstpraline reichen, werden zugleich touristische Neuheiten präsentiert. „Passend zum Friedrich-Jahr stellen wir unter anderem eine Königstour durchs Oderbruch vor“, sagt Verbandschefin Ellen Rußig. „Radler können in zwei Tagen eine herrliche Landschaft erleben und dabei kulinarische Spezialitäten kosten."

Friedrich II. hat offenbar eine ganze Reihe von Ausstellern an langen Winterabenden inspiriert. Die Confiserie Felicitas aus Hornow in der Lausitz bietet den König in „feinster Schokolade nach dem belgischem Reinheitsgebot“ an. „Die Figuren werden in aufwendiger Detailarbeit dekoriert und anschließend mehrlagig gegossen“, erklärt Firmenchefin Goedele Matthyssen. Mit ihrem gleichfalls aus Belgien stammenden Mann Peter Bienstman hat sie 1992 eine ehemalige LPG-Küche in eine Schokoladenwelt verwandelte. „Beim Vernaschen garantieren wir auch beim Alten Fritz den typischen Knackeffekt“, verspricht die umtriebige Unternehmerin, die natürlich auch touristische Programme offeriert.

Ganz tief in die Geschichte eingetaucht ist der Chef der Potsdamer Gaststätte „Die Tenne“, Björn Franke. Er serviert im halleneigenen Kochstudio „Kartoffeln in Weinbrühe und Steinpilzen“ nach einem friderizianischen Küchenzettel. Allerdings hätten die königlichen Köche mit sehr viel Pfeffer und Muskat gearbeitet. Das habe er etwas abgeschwächt. Aus Potsdam kommt auch „Wildschwein in Braunbier“ und „Gepökelter Wildschweintafelspitz“. Dazu preist Braumeister Jörg Kirchhoff von der Braumanufaktur Forsthaus Templin am Rande Potsdams seine Bio-Biere an. „Wir sind zum neunten Mal dabei und längst rechnet sich unser Stand“, sagt Kirchhoff. Viele Messebesucher finden später den Weg in seinen Biergarten über dem Templiner See.

Überhaupt scheint Potsdam auch ein großes Dorf zu sein. „Ein Drittel der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt“, heißt es am Gemeinschaftsstand. Das sei Spitze unter den Landeshauptstädten. Allerdings löst sich das Rätsel beim Nachfragen auf. Die 30 Agrarbetriebe arbeiten vorwiegend in den eingemeindeten Orten wie Marquardt oder Satzkorn.

Nicht nur kulinarisch, sondern auch zoologisch fallen die Brandenburger diesmal auf. In der Tierhalle dürfte im Jubiläumsjahr der gemeinsame Auftritt der Stuten der amerikanischen Miniaturrasse aus Neustadt/Dosse und der mächtigen Pferde der englischen Rasse Shires aus Schenkendorf bei Königs Wusterhausen zu den Höhepunkten zählen.

Während die einst als Spielkameraden für die Kinder an europäischen Königshäusern gezüchteten Mini-Pferde nur eine Rückenhöhe von kaum mehr als 86 Zentimetern aufweisen, kommen die Shires auf stolze 2,05 Meter. Letztere können auch in Reiterferien vor Ort entdeckt werden. Und es fehlt natürlich auch bei diesen Auftritten nicht an entsprechend vielen Prospekten.

Der Tagesspiegel, [20.01.2012]

 

 
Internationale Stylisten setzen Top-Athletinnen in Szene

Unter der Inspiration "The Look of Sports" bringt Nike bekannte Athletinnen und Top-Stylisten zusammen – sie alle haben sich im Rahmen der diesjährigen Nike Stylist’s Own einer einzigartigen Herausforderung gestellt: In sechs Shootings bringen sie Sport und Fashion auf künstlerische Weise perfekt zusammen und inszenieren ihre eigene, kreative Interpretation der aktuellen Nike Sportswear Kollektion für das Frühjahr 2012.

Bei der Umsetzung des Kreativprojekts haben die Stylisten erstmalig auf die Keystyles der neuen Nike Spring 2012 Kollektion zurückgegriffen: das NSW Destroyer Jacket, der AW77 Hoody, der Windrunner und ausgewählte Footwear Styles sorgen für einen stylishen Look. Durch die Kombination mit ergänzenden, kontrastreichen Labels gelingt den Stylisten in ihren Motiven ein spannender Bogen zwischen der gewohnten Stärke und Unberechenbarkeit der Top-Athletinnen.

Alle Nike Sportswear Styles sind in ihrem Ursprung für Athleten entwickelt und finden ihre Wurzeln im Sport. Aufwendige Designprozesse, neuartige Technologien und kreative Kollaborationen bringen die Styles getreu dem Motto "The Look Of Sports" auf die Straße und machen sie bereits heute zu Klassikern von morgen. Mit der "Nike Stylistʻs Own" zollt Nike den Stylisten Tribut – jene, die bei einer gleichzeitigen Affinität zu Sportswear und avantgardistischen Designs gekonnt neue Looks kreieren.

Die sechs Athletinnen, die den ausgewählten Stylisten in diesem Jahr als Modelle zur Seite standen, sind die Fußballerin Lira Bajramaj, die Surferin Alena Ehrenbold, die Hochspringerin Ariane Friedrich, die Tennisspielerinnen Julia Görges und Sabine Lisicki sowie die Hürdenläuferin Beate Schrott.

 
Das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf hat eine neue Heimat gefunden

Den Namen Heimatmuseum trägt das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf schon seit Jahren nicht mehr, die Bezeichnung habe "für viele Leute verstaubt" geklungen, sagt die Leiterin Birgit Jochens. Und Charlottenburg sei ja bereits vor der Eingemeindung nach Berlin eine große, reiche und moderne Stadt gewesen. Deren Kunstschätze und Dokumente bilden zusammen mit Beständen aus Wilmersdorf sowie privaten Leihgaben und Schenkungen die Sammlung des Museums, das nun endlich auch angemessene Räume hat: Am Sonntag ab 16 Uhr lädt Jochens zur Wiedereröffnung in die Villa Oppenheim am Otto-Grüneberg-Weg, ein fast vergessenes Schmuckstück, versteckt gelegen nahe der Schlossstraße.

Das Konzept hat sich verändert“, erläutert Jochens. Noch im Aufbau ist die Dauerausstellung „Von der Residenz zur City West“, für die es am alten Standort gegenüber dem Schloss Charlottenburg zu wenig Platz gegeben hatte. 1987 war das damalige Heimatmuseum Charlottenburg anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins entstanden. Birgit Jochens leitet die Einrichtung seit 1990, zuletzt schrieb sie auch ein Buch zum Ku'damm-Jubiläum. Doch bisher waren viele Exponate eingelagert oder an anderer Stelle zu sehen, im Rathaus Charlottenburg etwa oder in der Kommunalen Galerie am Hohenzollerndamm.

Letztlich wurde ein Kostenproblem zum Glücksfall für das Museum: Das Land hatte die alten Räume bislang gratis zur Verfügung gestellt, voraussichtlich wäre bald aber Miete fällig. Deshalb wurde beschlossen, ein Museum für Gegenwartskunst in der Villa Oppenheim aufzulösen und dafür das Bezirksmuseum einzuquartieren. Das Baudenkmal wurde zwei Jahre lang komplett renoviert und für 1,6 Millionen Euro umgebaut, einen Großteil der Mittel spendierte die Lottostiftung. Das war wohl auch eine Gegenleistung dafür, dass der Bezirk einen anderen Altbau – das Kommandantenhaus am Spandauer Damm – der Sammlung Berggruen überlassen hat.

Ein Vorgängerbau der Villa Oppenheim war einst der Sommersitz des Bankiers Alexander Mendelssohn. Später wurde der Jurist Otto Georg Oppenheim zum Namensgeber und Bauherrn des 1881–82 errichteten Hauses im Stil der Neorenaissance. Es bietet nun drei Etagen für Ausstellungen, Veranstaltungen und das vergrößerte Museumsarchiv.

Eine wichtige Neuerung ist der ehrenamtliche Freundeskreis. 20 Helfer sind Aufrufen zur Mitarbeit bereits gefolgt – darunter Lehrer, Beamte, Medienprofis und Ruheständler. Die Freiwiligen unterstützen die vier Festangestellten, indem sie „durch Ausstellungen führen wollen und ein Halbjahresprogramm erarbeiten“, wie Jochens sagt. In der heißen Phase der Wiedereröffnung haben die Förderer natürlich besonders viel zu tun, später wollen sie sich mindestens einmal im Monat treffen.

Die Kunstsammlung Charlottenburg sei in der ersten Etage „erstmals in dieser Gesamtheit“ öffentlich zugänglich, sagt Jochens, in einem der Säle hängen alte Gemälde. Hinzugekommen sind auch ein Café sowie ein Raum für spielerische „Stadterkundungen“ durch Grundschulklassen. Dort zeigen Exponate das Lebensumfeld von Kindern in früheren Zeiten – das Spektrum reicht von alten Puppenkisten und Rollschuhen über Entlausungsgeräte bis hin zu Care-Paketen und Mecki-Figuren aus der Nachkriegszeit.

Birgit Jochens will „das ganze Haus“ bespielen“, unter anderem auch durch Vorlesungen mit Musik. Firmen, Stiftungen und Vereinigungen können Räume für kleinere Events mieten. Da bei der Wiedereröffnung zunächst nur die Planungen für die Dauerausstellung über den Bezirk vorgestellt werden können, stehen zwei Sonderausstellungen im Vordergrund. Die eine handelt vom Leben der Familien Mendelssohn und Oppenheim in Charlottenburg.

Schwerere Kost ist die Ausstellung „Die Träume einzig blieben mir in meiner kahlen Zelle“: Hier geht es um Frauen aus dem Widerstand gegen Hitler, die in der Nazizeit im Gerichtsgefängnis Kantstraße 79 inhaftiert waren. Aus diesem Anlass will der Dramatiker Rolf Hochhuth, dessen Schwiegermutter zu den Betroffenen gehörte, am Sonntag Gedichte zum Thema Widerstand vortragen.

Weitere Ideen gibt es auch schon: Am 28. Januar lädt Jochens anlässlich der „Langen Nacht der Museen“ in die Villa Oppenheim ein, und für die zweite Jahreshälfte plant eine Projektgruppe aus Langzeitarbeitslosen eine Schau über die Geschichte der Wilmersdorfer Straß.

Schlossstr. 55, Zugang über Otto-Grüneberg-Weg. Tel.: 9029 24 108, www.villa-oppenheim-berlin.de. Die Wiedereröffnung wird am Sonntag, 22. Januar, ab 16 Uhr gefeiert. Die normalen Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 10–17 Uhr, So. 11–17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Der Tagesspiegel, [20.01.2012]; Foto: Familienarchiv Peter Block

 

 
Die besten Winzer aus aller Welt stellen Ihre Weine in Doppelmagnum- & Imperialflaschen vor

Am 11. März 2012 feiert das "first floor" im Hotel Palace Berlin die sechste Big Bottle Party (BBP): Chefsommelier Gunnar Tietz ist Gastgeber für die weltweit besten Winzer, die Ihre Premiumweine in Doppelmagnum- und Imperialflaschen vorstellen werden. Mit dabei sind unter anderem: die Weingüter Oekonomierat Rebholz (Pfalz), Robert Weil (Rheingau), Bernhard Ott (Steiermark, Österreich), Château Batailley (Pauillac, Frankreich), Castello di Brolio (Toscana, Italien), Grupo Pesquera (Ribera del Duero, Spanien) und das Weingut Schubert aus Neuseeland; darüber hinaus wird Roederer Champagner ausgeschenkt.

Einige der besten Köche Deutschlands werden gemeinsam mit "first floor"-Küchenchef Matthias Diether die Weinpräsentationen auf höchstem kulinarischen Niveau begleiten, Diethers Gäste werden sein: Juan Amador (Amador, Mannheim), Klaus Erfort (Gästehaus Klaus Erfort, Saarbrücken), Kevin Fehling (La Belle Epoque, Travemünde), Thomas Martin (Jacobs Restaurant, Hamburg), Gerhard Skrovanek (Chocolatier, München). Darüber hinaus bietet "Käsepapst" Bernard Antony, Maître Affineur aus dem Sundgau, seinen besten Käse an.

Der Erlös der Big-Bottle-Tombola geht auch in diesem Jahr wieder zu Hundert Prozent an das Kinder- und Jugendhilfezentrum Neukölln. Charity-Sponsor der BBP werden in diesem Jahr unter anderem die MEISSEN-Manufaktur und das Hôtel Plaza Athénée in New York sein. Die Lose werden während der Veranstaltung verkauft und die Preise, wie etwa Reisen, Gourmetgutscheine und Weine werden gegen Ende der Party den Gewinnern überreicht.

Bei Interesse an Karten wenden Sie sich bitte an:
Anne Vos via E-Mail: a.vos@palace.de oder per Telefon: 49 30 25021126
Die komplette Winzerliste können Sie unter www.bigbottleparty.de/news/winzer.pdf einsehen

 
FLORALE WELTEN wünscht Ihnen ein gesundes und aufregendes Jahr 2012

Das neue Jahr beginnt und FLORALE WELTEN begrüßt Sie mit neuen Farben und Formen. Die neuen Kollektionen sind da. Töpfe und Vasen in geschmeidigen Formen, duftende Frühblüher und einzigartige Schmuckstücke erwarten Sie. Starten auch Sie das neue Jahr mit einem stilvollen Highlight für sich und Ihr Zuhause.

 
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Schauen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren, um Ihre Wohnung fit zu machen für den Frühling.

 

 
An der Staatsoper verlegt Jürgen Flimm Händels erstes Oratorium in die Künstlerkneipe

Katastrophen sind eine klassische Stimulanz der Kunst. Dass ein verheerendes Erdbeben 1703 Mittelitalien heimgesucht hatte, nutzte der Papst, um die als lasterhaft verrufenen Opernaufführungen in Rom zu verbieten. Der junge Händel, auf Italienreise um Musiktheater-Lorbeer zu erringen, musste in der Ewigen Stadt umdenken – und schuf sein erstes Oratorium „Il trionfo del Tempo e del Disinganno“. Bis zu seinem Lebensende sollte ihn das Jugendwerk nicht mehr loslassen. Die letzte Musik, an die der erblindete Händel Hand anlegt, ist die englische Fassung. Durch eine geplatzte Produktion kam Jürgen Flimm vor neun Jahren in Kontakt mit dem Stück.

Aus der Not ward eine Ersatzkonzeption gebastelt, die dem allegorischen Disput zwischen Schönheit, Vergnügen, Zeit und Desillusion eine Szene unterschiebt. Flimms Ad-hoc-Regie feierte 2003 in Zürich Premiere, mit Cecilia Bartoli und einem zutiefst von den Stärken des Werkes überzeugten Marc Minkowski am Pult. Ein Erfolg, der von Zürich nach Madrid weitertingelte.

Jetzt ist „Il trionfo“ mit seinem Regisseur an der Staatsoper gelandet – und zu einem allzu leichten Spiel für Zeit und Desillusion geraten. Flimm siedelt seinen Wettstreit um die Evita-blonde Schönheit dort an, wo man sowieso am liebsten hockt: in einer irgendwie mondänen Bar, in die Künstler hineinschneien, wo Blattgold an den Wänden klebt, aber sonst nichts echt ist. Außer einem chronischen Durst, der nicht zusammen mit einem Hunger nach Erkenntnis geht. Irgendeine Flasche ist immer zum Greifen nah, und die Barkeeper stellen wortlos gewaltige Wodkagläser bereit. Man trinkt und bleibt derselbe, rauschfrei verloren in einer merkwürdig mechanischen Gegenwart. Bei derart schalem Amüsement bleibt der Schönheit viel Zeit für bange Blicke in den Spiegel. Prompt wittert die unangenehm siegessichere „Zeit“ ihre Chance – oder wie es Robert Gernhardt zierlich fasste: „Wer Schönes anschaut, spürt die Zeit, / und Zeit meint stets: Bald ist’s soweit."

Dass die Schönheit zugunsten ihres späteren Seelenheils ins Kloster verbannt wird, mag am Textdichter Kardinal Pamphili gelegen haben, dass das mephistophelisch gezeichnete Vergnügen die bewegendste Musik erhält, an Händel. Regisseur Flimm entwickelt nichts aus diesem Spannungsverhältnis. Ein Händel-Double rollt langsam hinter den Tresen, ein nicht mehr ganz trittsicherer Engel verlässt den Raum, ohne seine poetische Dichte zu beeinflussen. Von der Wut und Dringlichkeit, mit der unlängst Calixto Bieito „Il trionfo“ in Stuttgart in Szene setzte, keine Spur. Man sieht den Kellnern beim Taktzählen zu, ehe sie die Tischtücher abziehen dürfen – und wünscht sich fort aus dieser unerschütterlichen Biederkeit, hinein in die zerbrechliche Illusionsmaschine Theater, der Händel seine ganze Kunst gewidmet hat.

Sie blüht leider viel zu selten auf im Schillertheater, obwohl wiederum Marc Minkowski dirigiert, ein sinnlicher Koloss inmitten seines trefflichen Originalklangensembles „Les Musiciens du Louvre“. Minkowski weiß, dass in „Il trionfo“ eingelagert ist, wovon Händel sein Leben lang zehren wird, ob in späteren Opern oder englischen Oratorien. Und wenn er sich ganz hingibt, dann kommt unter seinen Händen ans Licht, wie viel Händel wusste von der Zeit – und wie sie uns erschüttern kann. Der Bogen, den er vom vor Verrat schäumenden Vergnügen bis zum unendlich zarten „Lascia la spina“ schlägt, sucht seinesgleichen an erfüllter Theatralik und zugleich tiefer Menschensicht. Auch, weil Inga Kalna als Vergnügen über die expressivsten Gestaltungsmittel verfügt, gefolgt vom eleganten, jedoch wenig druckvollen Alt, den Delphine Galou ihrer Desillusion leiht. Die Schönheit von Sylvia Schwartz gurrt in sich hinein, bis der Klang nicht mehr recht aus ihr herausfindet. Charles Workmans frohlockende Zeit bleibt oft so grau wie ihr Pferdeschwanz.

Von Jürgen Flimm tatsächlich zur Nonne gemacht, schaut die Schönheit einsam in ihr Wasserglas. Den Absatz von Alkoholika auf der Premierenfeier wird dieses Finale beflügelt haben. Ein Prosit auf den großen Gernhardt: „Das Schöne gibt uns Grund zur Trauer. / Das Hässliche erfreut durch Dauer."

Wieder am 18., 21., 24., 27. und 29. Januar. Händel-Konzerte mit Les Musiciens du Louvre und Minkowski am 20./22. 1.

Der Tagesspiegel, [17.01.2012]; Fotos: Hermann und Clärchen Baus